Zwei Naturschauspiele

Auf Salzburger wartet viel Magie am Himmel

Salzburg
12.08.2026 07:00

Zwei außergewöhnliche Schauspiele warten heute, Mittwoch, auf Himmelsbeobachter in Salzburg: Am Abend wird sich der Mond vor die Sonne schieben und sie fast zur Gänze verdecken. In der Nacht werden dann Sternschnuppen zum Greifen nah sein. 

Blicke in den Himmel lohnen sich am Abend und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gleich doppelt. Ein seltenes Schauspiel wird erwartet, wenn die Sonne nach 19 Uhr immer tiefer am Horizont stehen wird. Der Mond wird sich dann vor einen Teil des hellen, energiegeladenen Zentralgestirns schieben. Die Sonne wird zu rund 90 Prozent verdeckt sein und nur noch eine schmale, helle Sichel übrig bleiben.

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Es ist eine seltene Gelegenheit, die Himmelsmechanik vor der eigenen Haustüre ganz bewusst zu erleben.

Julia Weratschnig, Haus der Natur

Das Astronomie-Team im Haus der Natur rüstet sich schon für den Megaansturm auf der Sternwarte am Haunsberg: „Wir rechnen damit, dass das Interesse sehr groß sein wird“, so die wissenschaftliche Leiterin Julia Weratschnig. Warum der Zauber weit nicht nur Experten fasziniert? „Es ist eine seltene Gelegenheit, die Himmelsmechanik so direkt und bewusst zu erleben“, meint Weratschnig.

Bei der Sternwarte werden verschiedene Sonnenteleskope und Projektoren in Position gebracht. Angedacht wird auch eine Übertragung auf eine Leinwand. Auch rund hundert Schutzbrillen stehen zur Verfügung.

Meteorologen sagen beste Wetterbedingungen voraus. Ideal ist ein erhöht liegender Beobachtungsposten und ein möglichst freier Blick in Richtung Westen.

Kareck in Muhr: Da werden Sternschnuppen zum Greifen nah sein.
Kareck in Muhr: Da werden Sternschnuppen zum Greifen nah sein.(Bild: Roland Holitzky)

Blickrichtung Westen – aber nur mit Brille
Die Lager mit Brillen sind im Handel so gut wie leergeräumt. Wer ungeschützt direkt in die Sonne schaut, kann seine Augen aber schwer und dauerhaft schädigen. „Das Licht wird so gebündelt, dass es zu thermischen Schäden kommen kann“, betont Herbert Reitsamer, Vorstand der Augenklinik an den Salk. Im schlimmsten Fall kann das zu einer Netzhautverbrennung führen.

Weniger Stress für die Augen ist Spektakel Nummer zwei: Gegen Mitternacht wird der Höhepunkt der Perseiden-Sternschnuppen erwartet. Das findet immer dann statt, wenn die Erde die Staubspur eines Kometen durchquert. Beobachter sollten auf einem möglichst dunklem Platz ausharren und einen Wunsch parat haben.

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