Prozess in Salzburg

Schmuggel von sieben Kilo Kokain? Duo bestreitet

Salzburg
11.08.2026 15:30

Bei 14 Schmuggelfahrten sollen die beiden Angeklagten, ein Nordmazedonier und ein Bosnier, insgesamt sieben Kilo Kokain vom Balkan nach Salzburg gebracht haben. Doch beim Prozess am Dienstag bestreiten sie die Drogenvorwürfe: Einer will das Rauschgift nur in geringen Mengen verkauft, der andere nur konsumiert haben. 

Seit zehn Jahren lebt der erstangeklagte Nordmazedonier in Österreich, Deutsch spricht er aber kaum. Was die Vorsitzende kommentiert: „Na dann lernt er wenigstens hier Deutsch.“ Dem bislang unbescholtenen 46-Jährigen wirft die Staatsanwältin zwischen Frühjahr 2024 und 2026 den Schmuggel, Handel und Besitz von Suchtgift vor: Er soll, wie auch sein bosnischer Mitangeklagter, siebenmal je ein halbes Kilo Kokain ins Land geschmuggelt haben. Zielort war Salzburg. Rund 800 Gramm wurden bei einer Hausdurchsuchung bei ihm sichergestellt. Den Besitz und Handel räumte er ein, wobei er weit geringere Mengen verkauft haben will, als ihm die Anklage vorwirft.

Falsche Rechnungen an Firma?
Der Zweitangeklagte (ebenfalls 46), ein Kfz-Meister, sprach flüssig Deutsch. Die Drogen-Vorwürfe wie Schmuggel und Verkauf bestreitet er. Nur einen eigenen Konsum räumte der Familienvater ein. Ihm werden auch noch einige Wirtschaftsdelikte angelastet, als er noch eine Kfz-Firma besaß: Er soll mit falschen Rechnungen ein Unternehmen um 400.000 Euro geschädigt und seine eigenen Gläubiger getäuscht haben, in dem er vom Firmen-Konto rund 600.000 Euro für private Zwecke verwendete.

Was seine Verteidigerin aber anders sieht: „Er hat das Konto benutzt, aber sich nicht persönlich bereichert.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

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