Bergrettung Salzburg

Notfälle am Berg: „Einsätze wären vermeidbar“

Salzburg
11.08.2026 06:00

Die Einsatzzahlen der Bergrettung Salzburg sind heuer stark gestiegen. Das Einsatzspekrum sowie die Ursachen für Notfälle sind vielfältig und komplex. Traurige Rekorde könnten heuer fallen. Verschiedenste Vorfälle erfordert das Eingreifen der heimischen Bergretter.

Die aktuellen Verhältnisse auf den Salzburger Bergen locken Wanderer sowie erfahrene Alpinisten in luftigen Höhen. Doch gerade dort passieren immer häufiger Unfälle. Diese rufen die Bergrettung Salzburg verstärkt auf den Plan. „Wir verzeichnen dieses Jahr erhöhte Einsatzzahlen, vor allem mit Hubschrauber-Beteiligung“, berichtet Maria Riedler von der Salzburger Bergrettung.

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Wir verzeichnen dieses Jahr erhöhte Einsatzzahlen – vor allem gibt es einen deutlichen Anstieg von Fällen mit Hubschrauber-Beteiligung.

Maria Riedler, Bergrettung Salzburg

Heuer rückten die heimischen Bergretter schon zu mehr als 570 Einsätzen aus – Tendenz steigend. Damit liegt der Wert bereits über dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres (484). 164 davon benötigten auch Hubschrauber-Unterstützung. „Viele Einsätze wären absolut vermeidbar“, warnt Riedler, die selbst als Hundeführerin bei Einsätzen unterwegs ist.

„Es droht ein Rekordjahr, wenn es so weitergeht“
Traurige Nachrichten gab es dieses Jahr bei der Anzahl der Verstorbenen am Berg. Im Jahr 2025 waren 31 Tote in der Statistik erfasst worden. Heuer sind es bisher schon 29 Todesfälle, die registriert wurden.

Die Salzburger Bergrettung zählt 1552 aktive Einsatzkräfte. Sie sind alle ehrenamtlich tätig.
Die Salzburger Bergrettung zählt 1552 aktive Einsatzkräfte. Sie sind alle ehrenamtlich tätig.(Bild: Bergrettung Salzburg)

Das Einsatzspektrum der Bergrettung reicht von Notlagen bei Touren bis zur Hilfeleistung bei alpinen Trendsportarten wie Canyoning oder Paragleiten. Gerade dort sind Fortbildungen für die Einsatzkräfte verstärkt notwendig geworden.

Von der Kreislaufschwäche bis zur komplexen Bergung wegen komplizierter Knochenbrüche, für die ehrenamtlichen Helfer ist auch dieser Sommer eine große Herausforderung. „Es droht der Bergrettung ein Rekordjahr, wenn es so weitergeht“, prophezeit Riedler.

Wie wichtig bei Bergabenteuern ausreichende und richtige Tourenplanung ist, zeigt sich am Beispiel eines 38-jährigen Wieners: Er geriet vergangene Woche bei einer Tour auf den Hochkönig (2941 Meter) in Bergnot. Für die Bergretter folgte eine nächtliche und extrem aufwendige Rettungsaktion. Hier waren schlechte Planung und mangelhafte Ausrüstung der Grund für die Rettungsaktion.

Hilfe bei tierischem Notfall unterhalb von Gipfel
Erfreulicher gestaltete sich beispielsweise ein anderer Notfall für die Einsatzkräfte. Unterhalb der Taghaube bei Dienten war Mitte Juli ein Schaf auf Abwege geraten und kam nicht mehr weiter. Gemeinsam mit dem Landwirt sicherten drei Bergretter das Tier und brachten es unversehrt zurück.

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