Ein E-Scooter-Fahrer hatte unweit der Grenze zu Salzburg keine Lust auf Kontrolle der bayerischen Polizei. Mit mehr als 50 km/h brauste er mit seinem Gefährt den Beamten davon. Es folgte eine filmreife Verfolgungsjagd durch Piding. . .
Mit Blaulicht, Martinshorn und Lautsprecherdurchsagen forderten die Polizisten den E-Scooter-Fahrer (31) am Sonntagabend mehrfach zum Anhalten auf. Das tat er jedoch nicht, vielmehr fuhr er mit mehr als 50km/h in Richtung der Pidinger Aldi-Filiale davon. Dort nutzte er den Geh- und Radweg neben der Bundesstraße in Richtung Staufenbrücke, ehe ihm durch die Polizei der Weg abgeschnitten wurde. Er wendete, fuhr zurück in Richtung Aldi, dort wurde ihm erneut der Weg abgeschnitten. Die Verfolgung ging weiter, der Mann nutzte schließlich die Unterführung an der B20 und fuhr in Richtung Mauthausen, dort ging es über die Hosemannstraße auf den Geh- und Radweg in Richtung Staufenbrücke und weiter entlang der Saalach auf der Reichenhaller Seite. Dort versuchte er mehrmals das Polizeifahrzeug abzuschütteln.
Passant stoppte die Irrfahrt
Ein aufmerksamer Reichenhaller Bürger konnte das Geschehen schon aus der Ferne beobachten – als der E-Scooter Fahrer schließlich auf Höhe Saalachstraße zum wiederholten Male aus dem Wald kam, griff er nach dessen Rucksack und konnte ihn so bis zum fußläufigen Eintreffen der Beamten festhalten.
Wie sich im Rahmen der Kontrolle herausstellte, konnte der Mann keine Fahrerlaubnis vorweisen. Der E-Scooter war zudem nicht versichert.
Scooter schafft bis zu 70 km/h
Eine spätere Überprüfung ergab, dass der Roller eine Maximalgeschwindigkeit von 70km/h aufweist. Damit fällt er nicht mehr unter die Voraussetzungen der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Um damit fahren zu dürfen, müsste dieser zum Straßenverkehr zugelassen sein, zudem ist eine Fahrerlaubnis der Klasse A1 erforderlich.
Den 31-Jährigen erwarten nun gleich mehrere Anzeigen.
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