Die Hitzewelle sorgt für Ansturm: Von Eisenstadt bis Königsdorf ziehen die Freibäder eine erfreuliche Zwischenbilanz. Teilweise wurden die Vorjahreszahlen bereits übertroffen.
Während andere unter der Gluthitze stöhnen, jubeln die Freibäder im Burgenland. Temperaturen nahe der 40 Grad haben den Bädern in den vergangenen Wochen einen regelrechten Besucheransturm beschert. Die Betreiber ziehen zur Halbzeit der Saison eine äußerst positive Bilanz. Vielerorts winkt sogar der beste Sommer seit Jahren.
Mehr Einnahmen
Groß ist die Freude unter anderem in Schattendorf. Dort liegen die Einnahmen laut Bürgermeister Thomas Hoffmann rund 25 Prozent über dem Vorjahr. Auffällig sei vor allem das Badeverhalten: „Viele Familien mit Kindern kommen schon ganz früh, bevor die größte Hitze einsetzt.“ Neben Gästen aus der Region nutzen auch immer mehr Besucher aus Sopron das Freibad.
„Rekordsommer“
Auch in Eisenstadt läuft die Saison hervorragend. Seit Ende Mai wurden bereits 20.100 Badegäste gezählt. An besonders heißen Tagen tummeln sich zwischen 800 und 900 Besucher im Bad. „Wenn das Wetter so bleibt, könnte es ein Rekordsommer werden“, heißt es aus der Stadt.
Stand-up-Paddeln boomt
Am Badesee Königsdorf wurden die Erwartungen sogar schon übertroffen. Bürgermeister Mario Trinkl spricht von einer „hervorragenden Bilanz“. Bereits jetzt liege man über dem Ergebnis des gesamten Vorjahres. Rund 50.000 Badegäste wurden heuer bereits gezählt. Der Erfolg habe mehrere Gründe: viel natürlicher Schatten, ein tolles Gastronomieangebot sowie die enge Zusammenarbeit mit Hotels aus der Thermenregion, die ihren Gästen den Badesee empfehlen. Zudem boomt das Stand-up-Paddeln. „Wir haben mittlerweile einige hundert Stammgäste, die nur deshalb regelmäßig zu uns kommen“, berichtet Trinkl. Besonders stark sei zuletzt auch der Zustrom bei den Gästen aus Ungarn.
Starker Juni und Juli
Auch das Freibad Oberwart blickt auf einen starken Juni und Juli zurück. Unterstützt wurde der Saisonstart zusätzlich dadurch, dass die Freibäder in Bad Tatzmannsdorf und Großpetersdorf zunächst wegen Sanierungsarbeiten nicht beziehungsweise erst später geöffnet wurden. An Spitzentagen wurden bis zu 1000 Besucher gezählt, außerdem gingen bereits 866 Saisonkarten über den Ladentisch.
Verhalten der Badegäste verändert sich
Wie in anderen Bädern hat auch in Oberwart die Hitzewelle das Verhalten der Badegäste verändert. Viele schwammen schon kurz nach der Öffnung um 9 Uhr, verschwinden während der größten Mittagshitze dann und kehrten erst am späten Nachmittag zurück. Bürgermeister Georg Rosner zeigt sich entsprechend zufrieden: „Unser Freibad ist für viele Menschen ein Ort der Erholung und Begegnung. Es freut mich, dass so viele Gäste unser Angebot nützen.“
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