Der ukrainische Präsident Zelenskij hat seinen Unterstützern im Westen nicht erst einmal die Wende im russischen Angriffskrieg gegen sein Land versprochen. Dann möchte er mit Russland aus einer Position der militärischen Stärke heraus über einen Frieden verhandeln.
Tatsächlich konnte die Ukraine in der jüngsten Vergangenheit mit ihren Angriffen bis tief ins russische Kernland einige Erfolge erzielen. Mit den Drohnenattacken auf Raffinerien ist es Kiew gelungen, die für Russland so wichtige Erdölindustrie empfindlich zu treffen. In einem der wichtigsten Erdölförderstaaten der Welt ist Treibstoff auf einmal knapp geworden.
Besonders auf der von Russland im Jahr 2014 annektierten Krim – einem beliebten Urlaubsziel der Russen – ist die Situation kritisch. Wer kann, verlässt die Schwarzmeerhalbinsel.
Die Engpässe treffen allerdings nur die Zivilbevölkerung. Das Militär hat bei der Versorgung immer Vorrang.
Die Lage an der Front ist auf einer Länge von mehr als 1200 Kilometern nahezu festgefahren, mit leichten Vorteilen für die Russen, die im Donbass immer noch vorrücken – wenn auch extrem langsam und unter enormen Verlusten. Putin scheint das nicht zu stören. Er ist überzeugt, den Donbass früher oder später einnehmen zu können.
Die militärische Wende für die Ukraine ist jedenfalls weit entfernt. Das sagt nicht irgendjemand, das sagt der Generalstabschef in Kiew.
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