Ursache geklärt

Munitionsteile waren Auslöser für Föhrenwaldbrand

Niederösterreich
07.08.2026 09:45
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Der Großbrand, der seit Mittwoch die Einsatzkräfte in St. Egyden am Steinfeld (Niederösterreich) beschäftigt, wurde mit großer Wahrscheinlichkeit durch Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Das war auch schon bei früheren Bränden im Föhrenwald die Brandursache. 

Ein Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) soll durch Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst worden sein. Diese Ursache wurde „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ ermittelt, sagte Polizeisprecher Stefan Loidl am Freitag. Der in den Teilen enthaltene Phosphor soll sich in der Hitze selbst entzündet haben. Der Brand hatte sich am Mittwoch auf 100 Hektar ausgedehnt. Am Freitag waren 220 Helfer bei Nachlöscharbeiten im Einsatz.

Stillgelegte Munitionsfabrik
In dem betroffenen Gebiet befindet sich eine stillgelegte Munitionsfabrik. Der Brand war am Mittwochnachmittag ausgebrochen, in den Abendstunden konnte er unter Kontrolle gebracht werden. Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder mit Dutzenden Fahrzeugen und mehreren Hubschraubern standen bei den Löscharbeiten im Einsatz. In der Nacht auf Freitag konnten laut Bezirkskommando „große Fortschritte“ in der Bodenbrandbekämpfung erzielt werden.

Mit ziemlicher Sicherheit waren – wie auch schon bei früheren Bränden – herumliegende ...
Mit ziemlicher Sicherheit waren – wie auch schon bei früheren Bränden – herumliegende Munitionsteile der Auslöser.(Bild: Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen)

Löschhubschrauber abgezogen, aber noch kein „Brand aus“
Am Freitag wurden Glutnester nach wie vor mittels Drohne aufgespürt und abgelöscht. Nach einem Tausch der Einsatzkräfte in der Früh wurden die örtlichen Helfer von zwei Katastrophenhilfsdienst-Zügen sowie dem Sonderdienst Waldbrand unterstützt. Der Betrieb der Löschhubschrauber konnte mit 8 Uhr eingestellt werden. Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas dankte den Piloten und dem Sonderdienst Flugdienst, die „in den vergangenen zwei Tagen Unglaubliches geleistet haben“. Ein Ende des Einsatzes war vorerst nicht absehbar.

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