Fans machen sich Sorgen um George R. R. Martin (77). Der Schöpfer der Fantasy-Kultreihe „Das Lied von Eis und Feuer“, die als Vorlage für den Serien-Hit „Game of Thrones“ diente, hat in einem emotionalen Blogeintrag offenbart, dass er zuletzt gegen Traurigkeit und Depressionen kämpfen musste.
Nach sechs Monaten Funkstille meldete sich der Bestseller-Autor erstmals wieder bei seinen Fans – und seine Worte gehen unter die Haut.
„Das Schlimmste könnte noch bevorstehen“
„Dieses Jahr war – gelinde gesagt – stressig“, schreibt Martin. Zwar habe es „großartige Dinge“ und „Träume, die wahr geworden sind“, gegeben. Doch zugleich sei er durch schwere Zeiten gegangen.
„Ich habe Freunde verloren. Ich habe gegen Traurigkeit und Depressionen gekämpft. Das Schlimmste könnte noch bevorstehen“, schreibt der 77-Jährige. Besonders das Älterwerden setze ihm zu: „Alt zu werden macht keinen Spaß.“
Welche Ereignisse genau hinter seinen psychischen Belastungen stecken, verrät Martin nicht.
Lichtblick trotz schwerer Monate
Bei aller Offenheit gibt es für den Fantasy-Autor auch Grund zur Freude. Besonders stolz ist Martin auf die neue „Game of Thrones“-Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“, die gleich neun Emmy-Nominierungen erhalten hat – unter anderem als „Beste Dramaserie“.
Ob er selbst zur Verleihung im September nach Los Angeles reisen kann, lässt Martin allerdings offen. „Das hängt von ... nun ja ... vielen Dingen ab“, schreibt er.
Auch, dass er die „Game of Thrones“-Reihe fertig schreibt, wird nach diesem Posting immer unwahrscheinlicher. Während Fans weiterhin auf den sechsten Band des „The Winds of Winter“ hoffen, erscheint der geplante Abschluss der Reihe, „A Dream of Spring“, vielen Beobachtern und Lesern mittlerweile fast wie ein unerreichbarer Traum.
„Meine Geschichte stirbt mit mir“
Auch für die Zeit nach seinem Tod hat George R. R. Martin offenbar klare Vorstellungen. Der Autor soll seine Ehefrau Parris und seine Nachlassverwalter rechtlich angewiesen haben, keine Genehmigung für eine Fortsetzung der Hauptreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ zu erteilen.
Darüber hinaus erklärte Martin in der Vergangenheit, dass er im Falle seines Todes seine unveröffentlichten Manuskripte, Notizen und digitalen Dateien vernichten lassen wolle. Niemand solle seine unvollendeten Arbeiten übernehmen oder die Geschichte in seinem Namen weiterführen.
Der Grund dafür ist seine persönliche Verbindung zu der Saga: Für Martin ist „Das Lied von Eis und Feuer“ sein Lebenswerk – eine Geschichte, die nur er erzählen könne. Seine Haltung dazu ist kompromisslos: „Es ist meine Geschichte. Wenn ich sterbe, stirbt sie mit mir.“
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