Attacke in Unterkunft
Thailand: Ranger von Tiger angegriffen und getötet
Ein Wildhüter ist in Thailand während seines Dienstes offenbar von einem Tiger angegriffen und getötet worden. Die Raubkatze dürfte den 48-Jährigen in der Nähe seiner Unterkunft attackiert haben und dann seine Leiche Hunderte Meter weit verschleppt haben.
Der Ranger sei am Morgen im Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng im Westen von Thailand leblos aufgefunden worden, berichtete die Zeitung „Bangkok Post“ unter Berufung auf die Nationalparkbehörde.
Abdrücke von Tigerpfoten bekräftigen Verdacht
Der Mann war zuvor als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht zu einem Einsatz zur Vorbereitung eines Jugendcamps erschienen war. In seiner Unterkunft fanden Kollegen sein Handy und persönliche Gegenstände sowie Spuren eines Tierangriffs. Die Leiche lag rund 200 Meter entfernt an einem Bach. In der Nähe entdeckten die Ermittler frische Abdrücke von Tigerpfoten.
Die Behörde veröffentlichte Bilder von der Unterkunft des Rangers und des Ortes, an dem seine Leiche verschleppt wurde:
Thailands Umweltminister Suchart Chomklin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er ordnete eine Untersuchung des Vorfalls sowie eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen für Ranger an.
Thailand meldet Zunahme der Tiger-Zahlen
Das Huai Kha Khaeng Wildlife Sanctuary liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Bangkok und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Gemeinsam mit benachbarten Schutzgebieten bildet es eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Südostasiens und gilt als wichtigste Hochburg des stark gefährdeten Indochinesischen Tigers in Thailand.
Nach jüngsten Angaben der Nationalparkbehörde leben heute wieder zwischen 210 und 257 Tiger in den Wäldern des Landes – deutlich mehr als in den vergangenen Jahrzehnten. Als größte Bedrohungen gelten weiterhin Wilderei und der Verlust des Lebensraums. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti) als „stark gefährdet“ geführt.









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