Klein, aber oho: Im Wiener Haus des Meeres hat es bei den Springtamarinen – sie zählen zu den weltweit kleinsten Affenarten – Nachwuchs gegeben. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn die kleinen Athleten können dank ihrer kräftigen Beine Distanzen von bis zu vier Metern überwinden.
Der jüngste Springtamarin ist erst wenige Tage alt und kann bereits im Tropenhaus entdeckt werden, hieß es am Mittwoch. Die Callimico goeldii, so ihr wissenschaftlicher Name, erreichen eine Körperlänge von nur rund 20 Zentimetern. Im Gegensatz dazu ist ihr Sprungvermögen außergewöhnlich: Mithilfe der kräftigen Hinterbeine können sie Distanzen von bis zu vier Metern überwinden.
Durch Lebensraumverlust und Bejagung bedroht
Ihre natürliche Heimat sind die Regenwälder des westlichen Amazonasgebiets. Dort sind die Bestände vor allem durch Lebensraumverlust und Bejagung bedroht. In Zoos werden Springtamarine daher gezielt in koordinierten Zuchtprogrammen gehalten.
Laut Zoodirektor Jeff Schreiner leben die Tiere in kleinen Familienverbänden, in denen sich alle Gruppenmitglieder an der Aufzucht beteiligen – und dabei das Tropenhaus ordentlich auf den Kopf stellen. Auf ihrem Speiseplan stehen Früchte, Baumsäfte, Pilze sowie Insekten und andere Kleintiere.
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