Brandstifter gefasst
US-Stadt gleicht nach Großbrand einem Kriegsgebiet
In Europa kämpfen Tausende Feuerwehrkräfte gegen die Waldbrände – auch in den USA beschäftigen Feuerinfernos die Einsatzkräfte. Rund 65.000 Menschen mussten nach einem Waldbrand in Spokane im US-Bundesstaat Washington evakuiert werden. Hunderte Häuser wurden zerstört, 14 Menschen werden vermisst. Ein mutmaßlicher Brandstifter wurde gefasst.
Mehrere Waldbrände haben Teile der US-Stadt Spokane im Bundesstaat Washington verwüstet. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus.
Es wurden mehr als 700 Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Feuer seien die „schlimmste Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat“, sagte die Bürgermeisterin der Stadt Spokane, Lisa Brown, auf einer Pressekonferenz. Bis jetzt wurden noch keine Toten oder Verletzte bekannt gegeben.
Viele Anwohner haben ihr Zuhause verloren
Der Betroffe Mark Anderson berichtete gegenüber CNN: „Gestern hat sich unser Leben innerhalb eines Augenblicks verändert.“ Sein Haus sei nur mehr Schutt und Asche.
Einwohnerin Monica verließ ihr Zuhause mit ihrem Hund, ihren Medikamenten und einigen Kleidungsstücken, wie sie dem Sender erklärte. Sie konnte bei Angehörigen unterkommen. Sie erzählt, ihr Nachbar habe Flammen im Hinterhof bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. „Diese einfache Handlung hat wahrscheinlich nicht nur sein Haus gerettet, sondern auch unseres und all die anderen Häuser in unserer Nachbarschaft, die bis dahin noch nicht vom Feuer betroffen waren“, erzählt Monica.
37-jähriger mutmaßlicher Brandstifter festgenommen
Es wird derzeit noch untersucht, was die Ursache für diese Brände ist, Brandstiftung gilt jedoch als wahrscheinlich. Am Montag wurde der 37-jährige Aaron Farinacci unter Brandstiftungsverdacht festgenommen. Zeugen berichteten, dass er sich verdächtig verhalten habe, schreibt die Lokalzeitung „The Spokesmann-Review“.
Am Brandort wiesen Spuren darauf hin, dass der Brand mit Streichhölzern oder Feuerzeug ausgelöst wurde. Farinacci trug wasserdichte Streichhölzer und ein Butanfeuerzeug bei sich. Der 37-Jährige lebt in der Region, wurde aber schon zuvor aufgrund Totschlags seines Vaters im Bundesstaat Arizona verurteilt.









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