Das Lendviertel ist Klagenfurts pulsierende Ader – ein Stadtteil, in dem Sport, Kulinarik und Kreativität aufeinandertreffen. Das Mastermind dieser Entwicklung ist Hafenstadt-Chef Michael Pontasch. Jetzt kaufte er bei einer Versteigerung auch das Nachbarhaus auf. Und hat viel vor.
Der Lendkanal führt auf einer Länge von vier Kilometern vom Ostufer des Wörthersees bei Schloss Maria-Loretto bis zum Lendhafen in der Klagenfurter Innenstadt. Mittlerweile sind im Lendhafen viele Feste wie das Hafenknistern oder Hafenzwitschern. Das Lendviertel hat sich in den vergangenen Jahren vom Geheimtipp zu einem der lebendigsten Stadtteile Klagenfurts entwickelt.
Der Mastermind dahinter ist Hafenstadt-Chef Michael Pontasch. Seit 2017 baut der Jurist die Hafenstadt Urban Area konsequent aus. Wie groß der Andrang im großen In-Lokal inzwischen ist, zeigte sich auch am Montag: Trotz Gluthitze war um 11.30 Uhr in der Hafenstadt kein einziger Platz frei. Frühstücksgäste, Geschäftsleute, Touristen und Stammkunden füllten das Lokal bis auf den letzten Platz – ein Bild, das längst zum Alltag geworden ist.
270.000 Euro für Lilihill-Gebäude
Vor ein paar Tagen setzte Pontasch den nächsten Schritt. Bei einer Versteigerung erwarb er, wie Mediapartizan zuerst berichtete, um 270.000 Euro das Nachbargebäude am Villacher Ring 23. Bisheriger Eigentümer der Liegenschaft war der ehemalige Flughafeninvestor Franz Peter Orasch (Lilihill).
Baut Pontasch damit sein Gastro-Imperium weiter aus? Er selbst spricht von einem langfristigen Plan: „Es war ein strategischer Kauf. Nun haben wir die Chance, das Lendviertel nach unseren Vorstellungen weiterzuentwickeln.“ Das neue Gebäude grenzt direkt an das Lokal „Wohnzimmer“ und ist 200 Jahre alt. Und das verbindet es mit der Hafenstadt. „Das Hauptgebäude ist dort 150 Jahre alt, kleinere Bereiche sind vermutlich älter“, meint Pontasch.
Historische Bausubstanz hat Potential
Gerade diese Verbindung aus historischer Bausubstanz und moderner Nutzung prägt den Charakter der Hafenstadt. Aus einem ehemaligen Gewerbestandort entstand in den vergangenen Jahren ein vielseitiger Begegnungsort, der weit über klassische Gastronomie hinausgeht. Heute vereint die Urban Area Café, Bistro und Bar unter einem Dach, bewirtschaftet die beliebte Lendhafenterrasse und bietet vom Frühstück bis zum Abendprogramm ein breites kulinarisches Angebot.
Darüber hinaus entwickelte sich die Hafenstadt zu einem Zentrum für Kreative und Unternehmer. Mit den modernen Coworking-Flächen im „Dock 7“ finden Start-ups, Selbstständige und Unternehmen einen innovativen Arbeitsplatz. Eine Galerie für zeitgenössische Kunst schafft Raum für kulturellen Austausch, während Veranstaltungsformate wie der Portobello Market, exklusive Dinner-Clubs oder die mittlerweile etablierten Lendhafen-Feste regelmäßig tausende Besucher ins Viertel locken.
Genaue Nutzung des neuen Hauses ist noch offen
Welche konkrete Nutzung das neu erworbene Gebäude künftig erhalten wird, ist derzeit noch offen. Fest steht lediglich, dass vor einer Verwendung Investitionen notwendig sein werden. „Noch ist offen, was wir genau im neuen Haus anbieten wollen“, betont Pontasch.
Die Erweiterung eröffnet jedoch zahlreiche Möglichkeiten – von zusätzlichen Gastronomieflächen über neue Arbeits- oder Veranstaltungsräume bis hin zu weiteren kulturellen Angeboten. Vieles spricht dafür, dass dieser Schritt nicht nur der Hafenstadt selbst zugutekommt, sondern dem gesamten Lendviertel neue Impulse verleihen wird. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass Pontasch ein Gespür dafür besitzt, historische Gebäude mit modernen Nutzungskonzepten zu verbinden und damit urbane Lebensqualität zu schaffen. Sollte ihm das auch beim neuen Projekt gelingen, dürfte das Lendviertel seine Erfolgsgeschichte konsequent fortschreiben.
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