„Beim Wohnen investiert Tirol auf Rekordniveau“, sagte LHStv. Philip Wohlgemuth anlässlich des Besuchs von SPÖ-EU-Mandatar Andreas Schieder. Gemeinsam haben sie Vermietungsplattformen im Visier.
Leistbares Wohnen braucht entschlossenes Handeln auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene: Davon sind LHStv. Philip Wohlgemuth (SPÖ) und SPÖ-EU-Abgeordneter Andreas Schieder überzeugt. „Dass Wohnen heute ganz oben auf der europäischen Agenda steht, ist ein wichtiger Erfolg der Sozialdemokratie. Europa wird nicht selbst Wohnungen in Tirol bauen. Die EU kann aber Investitionen erleichtern, Beihilferegeln anpassen und den Regionen mehr Handlungsspielraum geben“, erklärt Schieder.
Wohnbauförderung wichtiges Instrument
Leistbares Wohnen sei „die soziale Frage unserer Zeit“, betonte Wohlgemuth, „deshalb investieren wir in Tirol so viel wie noch nie in den Wohnbau.“ Allein im ersten Halbjahr 2026 seien 226 Mio. Euro für leistbares Wohnen eingesetzt worden. „2025 flossen 434 Mio. Euro in die Wohnbauförderung. Damit wurde ein Bauvolumen von mehr als 1,1 Milliarden Euro ausgelöst.“
Eine zentrale Rolle spielt der gemeinnützige Wohnbau. Die Mieten dort liegen in Tirol durchschnittlich rund 33 Prozent unter jenen des privaten Markts.
LHStv. Philip Wohlgemuth
Projekt Sicheres Vermieten gestartet
Neben der Wohnbauförderung setzt Tirol auch auf die Mobilisierung von Leerstand/Bauland, eine starke Sanierungsförderung, die neue Servicestelle Wohnen und „Sicheres Vermieten“. Eine zentrale Rolle spielt der gemeinnützige Wohnbau: 2025 wurden 1170 neue gemeinnützige Wohnungen errichtet. Diese sind im Schnitt 33 % billiger!
Schwerpunkt auf EU-Ebene
Auf europäischer Ebene sei mit dem „Europäischen Plan für leistbares Wohnen“ erstmals ein umfassender Schwerpunkt gesetzt worden, erläuterte Schieder. Noch 2026 solle der „Affordable Housing Act“ folgen. „Dieser soll öffentliche Investitionen in den sozialen und leistbaren Wohnbau erleichtern und Regionen zusätzliche Instrumente gegen die Verknappung von Wohnraum geben.“
Tirol hat bereits strenge Regeln
Handlungsbedarf sehen Wohlgemuth und Schieder insbesondere bei internationalen Kurzzeitvermietungsplattformen. Tirol habe bereits strenge Regeln geschaffen. Bei Transparenz, Datenaustausch und der Regulierung der Plattformen brauche es gemeinsame europäische Lösungen.
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