Was hat’s gekostet, was hat’s gebracht? Das war Motto einer Anfrage des SPÖ-Landtagsklubs an Mario Kunasek (FPÖ) im Hinblick auf eine große Delegationsreise nach China. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.
Es geht um eine zehntägige Delegationsreise nach China unter Federführung des Landeshauptmanns und seiner ÖVP-Stellvertreterin Manuela Khom im heurigen April, an der insgesamt 58 Personen, hauptsächlich aus Politik und Wirtschaft, teilgenommen haben. Nun sind die Antworten da, und gleich vorweg: Der (auch finanzielle) Aufwand der Wirtschaftsmission, die vom Bundeskanzleramt abwärts von mehreren Stellen empfohlen wurde, scheint sich gelohnt zu haben.
„Immerhin sind bereits positive Ergebnisse eingetreten“, berichtet das Land Steiermark, so habe es Aufträge im Bereich der Automobilindustrie und Umwelttechnik gegeben (für Magna), zudem ist ein chinesisch-österreichischer Industriepark in Planung. Darüber hinaus setzt die Energie Steiermark auf weiterführende Gespräche zum Thema Energieproduktion, und die Firma Sowatec hat ein Abkommen mit dem Riesenreich unterzeichnet.
Sehen lassen können sich auch vier Kooperationsvereinbarungen mit Partnerprovinzen, zwei Wirtschaftsverträge des Internationalisierungscenters ICS bzw. der Wirtschaftskammer und eine Zusammenarbeit der TU Graz mit der Tongji Uni Shanghai.
Fast 150.000 Euro Kosten
Und so schauen die Kosten aus: 26.936 Euro für Flüge, 62.084 Euro für Verpflegung, Hotels, etc. und gut 50.000 Euro für Veranstaltungsorganisationen und Repräsentation.
Kritik der steirischen SPÖ, diese Ausgaben seien zu hoch, begegnet die Landesregierung mit der Bedeutung Chinas als Handelspartner sowie der Beachtung von Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Effizienz.
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