Sie haben im Feuer alles verloren, und der Familienvater sogar seine Feuerwehr-Uniformen – doch alle in Frankenfels helfen! Es riecht noch bestialisch nach Rauch und das ganze Haus wirkt wie eine dunkle, verkohlte Ruine, als Kommandant Arthur Vorderbrunner zum Lokalaugenschein eintrifft.
Der Schock steht seinem Vorgänger, Daniel Häusler, noch ins Gesicht geschrieben. „Wir besitzen nur noch das Gewand am Leib. Alles andere – die persönlichen Erinnerungsstücke, einfach alles, an dem wir gehangen haben – ist durch dieses Inferno verloren gegangen. Selbst das Spielzeug unserer lieben Kinder Paul, Emma und Robert ist geschmolzen und als solches nicht mehr erkennbar“, schildert der 39-jährige. Einziger Trosttropfen: Wenigstens das WM-Fußballpickerlalbum des siebenjährigen Robin ist nicht verbrannt – er hatte es beim Opa gelassen. Doch die Babysachen von Sohn Pauli wurden vernichtet.
Rauchschwaden am Horizont
Wie berichtet, war er zum Zeitpunkt des Brandausbruchs mit seiner Frau Sandra, der Mutter der Kinder, im Frankenfelser Schwimmbad gesessen, als am Horizont Rauchschwaden aufstiegen. Sofort stellte er sich in den Dienst der Floriani-Nächstenliebe – nicht wissend, dass sein eigenes Heim in Flammen stand.
Räucherstäbchen im Hochbeet als Auslöser
„Es ging alles so schnell und schuld war dieses Räucherstäbchen, das wir genau nach Gebrauchsanwendung in unser, noch dazu feuchtes, Hochbeet steckten. Es hat sich nach dem Abbrennen für niemanden erkennbar noch einmal entzunden“, so Häusler, der das von seinem eigenen Vorgänger als Kommandant gekaufte Haus heuer restaurieren wollte.
Zwei Wochen Sonderurlaub von Dienstgeber
Was die Familie tröstet: Alle, wirklich alle im Ort helfen – mit Spenden mit Angebot einer Bleibe und mehr. Auch die Vorgesetzten in der Firma Constantia in Weinburg reagierten sofort – Daniel Häusler bekam zwei Wochen Sonderurlaub, um den „ersten Wiederaufbau“ der Existenz zu ermöglichen. Häusler hofft vor allem auf rasche unbürokratische Hilfe der „Generali“-Versicherung. „Wir sind sehr dankbar“, so Häusler leise zur „Krone“.
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