Nach Brandkatastrophe

Feuerwehrfamilie hofft erneut auf kleines Wunder

Niederösterreich
01.08.2026 06:50

Feuerwehrfamilie hält zusammen: Ganz Frankenfels kämpft jetzt für Daniel und seine Lieben. Durch ein Räucherstäbchen wurde das Haus einer Familie in dem oberösterreichischen Ort ein Raub der Flammen. 

Als die Sirenen heulten, ahnten die Freiwilligen bereits, dass ausgerechnet das Haus eines Feuerwehrkameraden, nämlich ausgerechnet des Ex-Kommandanten Daniel Häusler, in Flammen steht. Jetzt zeigt sich, was Zusammenhalt wirklich bedeutet: Die Kameraden, die Gemeinde und viele Helfer stehen geschlossen hinter der Familie Häusler – und haben eine große Spendenaktion gestartet.

„Daniel stand selbst am Strahlrohr, um das von ihm und seiner Sandra liebevoll geschaffene Zuhause zu retten“, erzählt Feuerwehrkommandant Arthur Vorderbrunner sichtlich bewegt. Doch gegen das Flammeninferno war nichts mehr auszurichten. Ausgelöst wurde der Brand durch ein Räucherstäbchen gegen Wespen. Dieses setzte ein Hochbeet in Brand, von dort griff das Feuer auf die hölzerne Fassade über - wenig später stand das Haus in Flammen.

Dramatischer Einsatz für den Kameraden
Die Löscharbeiten waren dramatisch. Zwei Feuerwehrmänner erlitten einen Kreislaufkollaps. Unter schwerem Atemschutz kämpften sich andere Kameraden durch die Rauchhölle und konnten zumindest wichtige Dokumente der Familie retten. Währenddessen befanden sich Daniel und Sandra mit ihren drei Kindern glücklicherweise im Schwimmbad. Körperlich blieben sie unverletzt – doch ihr Zuhause ist zerstört.

Zwei Feuerwehrmänner erlitten einen Kreislaufkollaps bei dem Löschvorgang.
Zwei Feuerwehrmänner erlitten einen Kreislaufkollaps bei dem Löschvorgang.(Bild: AFKDO Kirchberg/Pielach)

Paulis Verbrennungen: Kaum war das Schlimmste überstanden
Besonders tragisch: Das Feuer ist bereits das zweite schwere Schicksal, das die Familie innerhalb kürzester Zeit trifft. Erst vor wenigen Monaten zog der kleine Pauli – nur wenige Sekunden unbeaufsichtigt – eine Pfanne mit heißem Fett vom Herd und erlitt schwerste Verbrennungen. Dank des außergewöhnlichen Einsatzes der Ärzte wurde der Bub gerettet und ist heute wieder ein fröhliches Kind. „Damals haben wir alle mitgefiebert. Jetzt wollen wir der Familie erneut helfen“, sagt ein Frankenfelser bewegt.

Jetzt zählt jede helfende Hand
„Sie stehen vor dem Nichts. Wir lassen die Familie mit dem einjährigen Pauli sowie Robin und Emma aber nicht im Stich“, verspricht Bürgermeister Herbert Winter. Auch Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sagte umgehend Unterstützung zu.

Hilfskonto der Feuerwehr

IBAN: AT14 3293 9000 0243 2649

Jeder Euro ist ein Zeichen der Hoffnung – und dafür, dass die Floriani-Familie niemanden allein lässt.

Jetzt hoffen Familie, Freunde und die gesamte Floriani-Gemeinschaft nach der Genesung des Kleinsten erneut auf ein kleines Wunder. Die Spendenaktion soll den Häuslers den Weg zurück in ein neues Zuhause ermöglichen. Denn in Frankenfels gilt mehr denn je: Kameradschaft endet nicht mit dem Löschen eines Brandes – sie beginnt danach erst richtig.

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