Leichen in den Straßen
Neun Tote: Russland richtet Blutbad in Kiew an
Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahn-Stationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.
Medienberichten zufolge wurden mindestens neun Menschen getötet, 28 weitere verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten.
Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben.
Die Ukraine hat nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei dem russischen Großangriff am Samstag nur eine von 27 ballistischen Raketen abgeschossen. Seinem Land fehlten Abfangraketen für die US-Patriot-Systeme, sagte Selenskyj.
Russland habe insgesamt 35 Raketen abgefeuert und 185 Kampfdrohnen. Die Hauptstadt Kiew sei das Hauptziel des Angriffs gewesen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen getötet und 28 Personen verletzt. Journalisten vor Ort hielten den Horror fest, mehrere Leichen lagen in den Straßen.
Ukraine versenkt russisches Schiff
Der russische staatliche Atomkonzern Rosatom meldete den Untergang eines Schiffs im Schwarzen Meer durch einen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht. Die 17 Besatzungsmitglieder seien unversehrt, teilte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow mit. Das Schiff habe Güter wie Tiefkühlkost und Baumaterialien transportiert.
Russland hat nach eigenen Angaben zwei weitere ukrainische Dörfer eingenommen. Es handle sich um Olgiwka in der nördlichen Region Charkiw und Ljubytske in der südöstlichen Region Saporischschja, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Groß angelegter Angriff bereits am Donnerstag
Bereits am Donnerstag standen Kiew und andere ukrainische Städte bei einem groß angelegten Angriff im Visier Russlands. Landesweit kamen dabei ukrainischen Angaben zufolge mindestens zehn Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Auch die Stadt Lwiw im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze beklagte schwere Schäden. Ein Flugobjekt war dabei auch in den Luftraum des NATO-Staats Polen eingedrungen und abgestürzt. Nach Angaben der polnischen Regierung handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper.










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