Aha, jetzt hat die EU aber mit ihrer Ursula von der Leyen an der Spitze die Faust ausgepackt: Nach mehreren Jahren des politischen Dämmerschlafs gegen die rasant zunehmende Markt-Macht der US-Datengiganten in Europa gibt es endlich eine saftige Strafe für deren Fehlverhalten.
Weil Google die Konkurrenten brutal mit ihren technischen Möglichkeiten auf die Seite drängt, wurde von der EU eine Strafe in Höhe von 890 Millionen Euro verhängt. Wumms, das klingt nach ziemlich viel. Das hätte man dieser EU gar nicht zu getraut. Aber hoppla: Google macht als Konzern einen Jahresumsatz von 400 Milliarden Dollar, da wirkt die Strafe fast schon wie ein Parkschein.
Dabei hat sich Google schon seit Jahren in der EU bedient: In dieser Zeit ist es Google durch diese Praktiken gelungen, bei der Internetsuche einen Marktanteil von 90 Prozent zu erreichen.
Ab 2027 ist Google von der EU verpflichtet, seine Suchdaten mit europäischen Wettbewerbern zu teilen.
Da ist schon die Frage erlaubt: Wie konnte es sein, dass Google alle anderen Konkurrenten jahrelang mit unfairen Mitteln aus dem Ring drängen konnte, ohne dass es echten Widerstand gab? Allein in Österreich kassieren die US-Giganten im digitalen Werbegeschäft drei Milliarden Euro, die gesamte heimische Wirtschaft muss sich mit bescheidenen 1,3 Milliarden begnügen. Der ganz dicke Fisch, der gehört den US-Konzernen.
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