Ausbau bis Gmünd fix

Tschechien pumpt Millionen in Franz-Josef-Bahn

Niederösterreich
01.08.2026 09:15

Was in Österreich der Ausbau der Nordbahn von Wien durchs Marchfeld bis ins tschechische Lundenburg bedeutet (Investitionen: 1,2 Milliarden Euro), wird auch jenseits der Landesgrenze realisiert, aber anders: Auf tschechischer Seite soll in die historische Franz-Josefs-Bahn in Richtung Süden zum österreichischen Anschlussbahnhof Gmünd kräftig investiert werden.

Konkret stecken die Nachbarn acht Milliarden tschechische Kronen (rund 330 Millionen Euro) in den Ausbau der Verbindung aus Richtung Norden bis zur Endstation České Velenice (oder oft im Volksmund „Gmünd 3“ genannt).

Bei uns liegt Prag – Fokus auf der Nordbahnstrecke
Noch befindet sich das umfassende Investitionsprojekt in die tschechische Bahn-Infrastruktur, das als künftiger international gewichtiger „Lückenschluss“ der ursprünglichen Franz-Josefs-Bahn gilt, in der Ausschreibungsphase. Investiert soll auf tschechischer Seite nicht nur in die Elektrifizierung der Strecke, sondern auch in den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und in die Erhöhung der Geschwindigkeiten auf vorerst bis 120 km/h werden.


Die Weichen für die Öffi-Investitionen in den Norden des Weinviertels wurden in Österreich ja in jüngster Vergangenheit neu gestellt: Neben dem vorrangigen Ausbau der Nordbahn um knapp 800 Millionen Euro werden andere dringende Ausbauten in den Norden, wie auch etwa auf der Franz-Josefs-Bahn gestrichen beziehungsweise zeitlich nach hinten verschoben. So wurden vor allem für die „Kaiser-Trasse“ im neuen Rahmenplan 2027-2032 wieder etliche Projekte auf die lange Bank geschoben.

Zweigleisiger Ausbau laut neuem ÖBB-Rahmenplan erst 2034 fertig
Konkret betrifft das viele Modernisierungsmaßnahmen der Franz-Josefs-Bahn, die hier später umgesetzt werden sollen. Wie auch andere wichtige Ausbauten sollen die Projekte statt geplant 2022 jetzt erst bis 2034 (Beispiel Franz-Josefs-Bahn) nach aktuellen Daten fertiggestellt werden. Einmal mehr stellte man hier zentrale Großprojekte in Richtung Süden Wiens in den Mittelpunkt.

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