Breiter Appell nach einer Umbenennung der Linzer Dinghoferstraße. Der Name des belasteten ehemaligen Politikers soll rasch aus dem Straßenbild entfernt werden. Aufruf an SPÖ-Stadtchef Prammer, im Sinne der demokratischen Werte der Repulik endlich tätig zu werden und ein antifaschistisches Zeichen zu setzen.
In einer Petition fordern bekannte Persönlichkeiten den Linzer Stadtchef Dieter Prammer (SP) auf, die Dinghoferstraße umzubenennen. Denn Franz Dinghofer (1873-1956) war nicht nur Linzer Bürgermeister, sondern bezeichnete sich selbst auch als „radikalen Antisemit“.
Zu seinem persönlichen Profit soll er sich etwa an einer Arisierung (Raub jüdischen Vermögens) beteiligt haben. 1940 trat er der NSDAP bei.
Widerspricht demokratischen Werten
„Ein ehrendes Andenken Dinghofers widerspricht den demokratischen Werten unserer Repulik“, hatte Prammer im November 2025 ein „Dinghofer-Symposium“ der FPÖ kritisiert.
Die nach Dinghofer benannte Straße in der Linzer Innenstadt sei aber auch ein ehrendes Andenken, heißt es dazu in der Petition.
Die Verfasser – Persönlichkeiten wie die Wissenschafter Oliver Rathkolb und Gabriella Hauch sowie Prominente wie Michael Köhlmeier, Josef Hader, Peter Turrini oder die evangelischen Bischöfe Michael Bünker und Michael Chalupka – schlagen den früheren Bischof der Diözese Linz, Maximilian Aichern, als Namensgeber vor.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.