Fachkräftemangel und Wirtschaftsflaute machen den Betrieben in Niederösterreich zu schaffen. Die Folge: Zurückhaltung bei der Personalsuche.
Das sind keine guten Nachrichten für alle, die derzeit einen Job in Niederösterreich suchen. In mehr als drei Viertel der heimischen Betriebe werden nicht mehr alle frei werdenden Arbeitsplätze nachbesetzt. Und knapp ein Drittel dieser Unternehmen lässt die Stellen überhaupt unbesetzt.
Defizite bei Qualifikation
Zu dieser traurigen Bilanz kommt der Kreditschutzverband (KSV1870) nach seiner halbjährlichen Business-Check in der heimischen Wirtschaft. Neun von zehn Betrieben im größten Bundesland gaben dabei an, dass die Personalsuche derzeit schwierig sei. Und das, obwohl laut AMS zu Monatsbeginn mehr als 54.000 Personen in Niederösterreich auf Job-Suche waren. „Die Gründe sind vor allem Defizite bei der Qualifikation, aber auch sinkende Arbeitsmoral“, erklärt KSV1870-Chef Ricardo-José Vybiral die Umfrage-Daten.
Der Fachkräftemangel beschäftigt heimische Unternehmen weiterhin massiv. Noch stärker wirken derzeit nur das hohe Kostenniveau und die schwache Nachfrage.

Ricardo-José Vybiral, CEO KSV1870 Holding
Bild: Georg Wilke
Kein Spielraum mehr
Die anhaltende Wirtschaftsflaute trifft nicht nur die Industrie, sondern mittlerweile fast alle Branchen. „Die finanziellen Spielräume sind vielerorts ausgeschöpft“, erläutert Vybiral, warum bereits 76 Prozent der Unternehmen im weiten Land die Stellenbesetzung zurückschrauben. Das sind immerhin zwei Prozent mehr als im bundesweiten Durchschnitt.
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