Einsatz für Expertin

Vogelschutznetze sind Todesfallen für Tiere

Kärnten
27.07.2026 08:00

Um diese Jahreszeit decken viele Gartenbesitzer Sträucher oder Bäume mit Netzen ab, um Früchte vor Vögeln zu schützen. Doch Schutznetze, vor allem, wenn sie bis in Bodennähe reichen, können auch zu Fallen werden! 

„Für Schlangen ist das ein Todesurteil“, berichtet Helga Happ vom Reptilienzoo von ihren Rettungseinsätzen. Vogelschutznetze, die meist aus Kunststoffen bestehen, können für viele Tiere eine Falle sein. Je heftiger sich die Tiere im Netz winden, umso mehr schlingen sich die Schnüre um die Körper.

„Ein Netz hat die letzte Schlange so stark umschlungen, sodass es sich schon in die Haut der Äskulapnatter eingeschnitten hat.“ Happ hat sie schließlich mit Mühe und einer Schere befreien können. Und Einsätze dieser Art sind für Happ leider keine Seltenheit. Immer wieder befreit sie Schlangen oder Amphibien aus prekären Situationen oder unterstützt bei der Bestimmung von Arten.

Nattern regulieren Kleintier-Bestand mit
Gerade die Äskulapnattern sind in Österreich nicht nur gefährdet, sondern auch nützlich. Immerhin stehen auf ihrem Speiseplan vor allem Mäuse, Maulwürfe, Eidechsen und Vögel, wodurch sie für eine natürliche Regulation der Population sorgen. Selbst dient sie als Nahrung für Greifvögel und andere Wildtiere.

Für Menschen sind sie außerdem absolut ungefährlich und ungiftig – ganz im Gegenteil flüchten sie, sobald sie können. Dabei klettern sie auch gerne auf Bäume oder schlingen sich Mauervorsprünge entlang.

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