Liebe Leserin, lieber Leser, der Juli ist der „Disability Pride Month“. Das heißt, dass in diesem Monat ganz gezielt auf die Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam wird. Dass das notwendig ist, zeigt leider auch das Beispiel Vorarlberg. Nach wie vor werden die Betroffenen diskriminiert, viele Türen bleiben für sie verschlossen. Im Grunde ein Skandal. „Menschen mit Behinderung sind ein gleichwertiger Bestandteil der Gesellschaft und dürfen nicht ausgeschlossen werden – egal ob durch Barrieren oder durch Haltung“, spricht Karin Stöckler, Landespräsidentin des ÖZIV Vorarlberg, Klartext. Besonders groß sind die Hürden am Arbeitsmarkt. Die angespannte Wirtschaftslage verschärft die Situation zusätzlich. Während die allgemeine Arbeitslosigkeit zuletzt vergleichsweise moderat zunahm, stieg sie bei Menschen mit Behinderung im Juni laut AMS um 15,6 Prozent. Zum Vergleich: Bei Menschen ohne Behinderung waren es 2,4 Prozent. Im Gespräch mit „Krone“-Mitarbeiter Philipp Vondrak beklagt Stöckler, dass es in vielen Unternehmen im Ländle Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung geben würde, zudem fehle es an Sachkenntnis. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rund zwei Drittel der verpflichteten Vorarlberger Unternehmen erfüllen die gesetzliche Beschäftigungsquote nicht und zahlen stattdessen lieber die Ausgleichstaxe. Selbst das Land Vorarlberg erfüllt die Quote nicht, was ebenfalls ein Skandal ist. Lesen Sie ganze Geschichte in der heutigen Sonntagsausgabe der „Krone Vorarlberg“. Machen Sie’s gut und bleiben Sie gesund. Herzlichst, Emanuel Walser
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