Wollte Mutter töten

Messerangreifer nach Cobra-Einsatz in Lebensgefahr

Vorarlberg
25.07.2026 18:02
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Am Samstag gegen Mittag kam es in Bregenz wegen einer gefährlichen Drohung zu einem großen Polizeieinsatz. Aufgrund der Gefahrenlage vor Ort wurde das Einsatzkommando Cobra hinzugezogen. Kurz danach fielen mehrere Schüsse.

Noch sind die genauen Hintergründe des Großeinsatzes im Bregenzer Nobelviertel unklar. Wie die „Krone“ in Erfahrung brachte, hat in einem Wohnhaus am Pfänderweg ein mit einem Messer bewaffneter Mann (24) seiner Mutter angedroht, sie umzubringen. Diese rief daraufhin die Polizei. Zunächst versuchte eine Verhandlungsgruppe noch, die Situation verbal zu entschärfen. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung und der psychischen Verfassung des Tatverdächtigen, der auch die Polizisten bedrohte, wurde schließlich das Sondereinsatzkommando Cobra hinzugezogen.

Schüsse in Notwehr
Dann eskalierte die Lage: Kaum, dass die Elitekräfte vor Ort waren, attackierte der Tatverdächtige einen Beamten mit einem Messer, daraufhin wurden in Notwehr mehrere Schüsse abgegeben.

Die Schüsse fielen am Pfänderweg, dieser gehört zu den exklusivsten Wohngegenden in Bregenz.
Die Schüsse fielen am Pfänderweg, dieser gehört zu den exklusivsten Wohngegenden in Bregenz.(Bild: Mathis Fotografie)

Laut Exekutive wurden sowohl der Tatverdächtige als auch ein Beamter verletzt. Beide sind nach der medizinischen Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Wie die Polizei mittlerweile bestätigte, hat sich der Beamte nur leichte Blessuren zugezogen. Zum Zustand des Angreifers wollte sich die Landespolizeidirektion nicht äußern – nach Informationen der „Krone“ schwebt er in Lebensgefahr. Auch bezüglich der Anzahl der gefallenen Schüsse gab die Polizei keine Details bekannt. Die Spurensicherung war über mehrere Stunden vor Ort. Die weiteren Erhebungen werden von der Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe in Wien übernommen. Dabei handelt es sich um ein Standprozedere, wenn es zu Verletzungen durch die Polizei kommt. 

Anrainer durften Häuser nicht verlassen
Während des Einsatzes wurden die Anrainer aufgefordert, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen. Zudem waren die Zufahrten im Bereich des Pfänderwegs zeitweise gesperrt. Seitens der Polizei wird betont, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für unbeteiligte Dritte bestanden habe.

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