US-Präsident Donald Trump bekommt aus dem Parlament immer mehr Gegenwind für seinen Iran-Kurs. Das Repräsentantenhaus hat jetzt eine Resolution verabschiedet, in der Trump aufgefordert wird, den Krieg zu beenden. 214 Abgeordnete stimmten dafür, 208 dagegen.
Bereits im Juni hatte sich das Repräsentantenhaus gegen den Krieg ausgesprochen. Für den Kampfeinsatz im Iran sei eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress nötig, hieß es darin. Allerdings haben diese Beschlüsse keine unmittelbare Konsequenz. Sie zeigen, dass der politische Druck auf Trump steigt, und der Gegenwind für den Iran-Kurs in den Vereinigten Staaten zunimmt.
Zuletzt war der Krieg mit neuen Angriffen weiter eskaliert. Das US-Militär hat laut eigenen Angaben wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA den Iran angriffen. Am Donnerstagabend meldete das iranische Nachrichtenportal Tasnim, dass eine US-Rakete einen Ort nahe der Stadt Susa auf der Golfinsel Qeshm getroffen habe. Zuvor waren US-Angriffe in zwei weiteren iranischen Städten gemeldet worden. Trump zieht laut einem Bericht die Wiederaufnahme größerer Kampfeinsätze gegen die Hauptstadt Teheran in Betracht. „Es hat ihnen noch nicht genug wehgetan“, wurde der US-Präsident zitiert. Eine endgültige Entscheidung habe er aber noch nicht getroffen.
Rubio verärgert
Auch US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich am Donnerstag verärgert. Die iranische Führung würde die Vereinbarungen systematisch brechen, sagte er in der philippinischen Hauptstadt Manila. „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, die Vereinbarung zu ändern“, sagte er. So funktionierte das nicht, der Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ändere die Führung des Landes in den kommenden Tagen ihre Meinung, wenn das Land weiterhin große Verluste erleide.
Die iranischen Revolutionsgarden griffen nach den jüngsten US-Angriffen die Verbündeten Jordanien und Kuwait an. Man habe US-Militärausrüstung wie ein Patriot-Luftabwehrsystem und Radarsysteme zerstört, hieß es. Jordanien beheimatet US-Truppen und Flugzeuge der Luftwaffe. Auch in Bahrein wurde Luftalarm ausgelöst.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihre Luftangriffe auf den Iran gestartet. Seit April galt eine Waffenruhe, die inzwischen aber beide Seiten für beendet erklärt haben.
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