Nach der EXPO in Osaka und einer erfolgreichen Wirtschaftsreise knüpfte die Blaudruckerei Koó zahlreiche neue Kontakte. Jetzt stehen die Chancen gut, dass der burgenländische Blaudruck schon bald auch im Land der aufgehenden Sonne verkauft wird.
Von Steinberg-Dörfl bis nach Japan: Der burgenländische Blaudruck schreibt seine Erfolgsgeschichte weiter. Josef und Miriam Koó sind gerade gemeinsam mit Sohn Jan von einer Wirtschaftsreise aus Japan zurückgekehrt. Im Gepäck haben sie nicht nur zahlreiche neue Kontakte, sondern auch die berechtigte Hoffnung, dass ihre handgefertigten Produkte schon bald den Sprung auf den japanischen Markt schaffen.
Neue Kontakte knüpfen
Die Reise fand im Rahmen der Initiative „Go International“ der Wirtschaftskammer Österreich statt. In Japan präsentierten die Koós ihre Produkte ausgewählten Geschäften, besuchten Indigo-Färbereien sowie das Aizome-Museum in Tokushima und tauschten sich mit Betrieben aus, die sich seit Generationen mit Indigo-Anbau und Färbetechniken beschäftigen. Im Mittelpunkt standen neue Kontakte und mögliche Vertriebspartner.
Burgenländische Tradition trifft neuen Markt
„Der Blaudruck hat in Japan eine große Tradition. Wir konnten viele Eindrücke sammeln und unsere Produkte präsentieren“, sagt Josef Koó. Die Gespräche über einen Vertrieb in Japan seien bereits weit fortgeschritten. Gegenseitige Einladungen wurden ebenfalls ausgesprochen. „Jetzt gilt es, die geknüpften Kontakte weiter zu vertiefen.“
Ganz neu ist das Interesse aus Japan nicht. Bereits im Vorjahr war die Blaudruckerei Koó mit einer kuratierten Auswahl ihrer Produkte im Österreich-Pavillon der EXPO in Osaka vertreten. Außerdem präsentierte der Familienbetrieb sein Handwerk bei einer „Meisterstraße“-Ausstellung in Kyoto. Die jüngste Wirtschaftsreise knüpfte an diese erfolgreichen Auftritte an.
Handwerk in dritter Generation
Die Blaudruckerei Koó in Steinberg-Dörfl wurde 1921 gegründet und wird heute von Josef und Miriam Koó in dritter Generation geführt. Produziert wird noch immer mit einer mehr als 100 Jahre alten, handbetriebenen Walzendruckmaschine.
Der Original Burgenländische Indigo-Handblaudruck wurde 2012 ins österreichische UNESCO- Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, seit 2018 zählt das Handwerk sogar zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit.
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