


Nächste Alpintragödie in Tirol: Am Donnerstagabend entdeckten Bergsteiger im Karwendelgebirge im Bereich der Montscheinspitze eine Frauenleiche in einer Rinne. Bei der Toten handelt es sich um eine 37-jährige Deutsche. Die Urlauberin dürfte bereits Stunden zuvor in den Tod gestürzt sein. Die Tote wurde mit dem Polizeihelikopter geborgen.
Die 37-jährige Deutsche war laut Polizei allein unterwegs. Sie hatte eine Bike- und Hike-Tour im Karwendel unternommen. Zunächst ging es mit dem Mountainbike zur Plumsjochhütte und von dort aus zu Fuß auf die 2106 Meter hohe Montscheinspitze im Bereich zwischen Hinterriß und Pertisau.
Letztes Lebenszeichen um 10.30 Uhr
„Gegen 10.30 Uhr gab es den letzten Kontakt mit Angehörigen“, schildert Polizeisprecher Stefan Eder im Gespräch mit der „Krone“. Was dann passierte, ist derzeit noch ein Rätsel – der Kontakt brach ab. Als Angehörige die 37-Jährige am Abend immer noch nicht erreichen konnten, meldeten sie die Frau bei der Polizei als vermisst.
Bergsteigergruppe fand leblose Frau
Gegen 19 Uhr schlug eine vierköpfige Bergsteigergruppe bei der Polizei Alarm. Diese hatte in einer Rinne eine leblose Frau entdeckt. Der alarmierte Notarzt, der mittels Hubschrauber zur Unglücksstelle hingeflogen wurde, konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Es handelte sich um die 37-jährige Deutsche.



Polizei sucht Gruppe und mögliche Zeugen
Die Leiche wurde schließlich mit dem Polizeihubschrauber Libelle Tirol geborgen und ins Tal geflogen. Die 37-Jährige dürfte abgestürzt sein und sich dabei die tödlichen Verletzungen zugezogen haben. Eine Obduktion wurde angeordnet.
Bisher gibt es keine Zeugen. Sollte jemand etwas gehört oder gesehen haben, der soll sich an die Polizeiinspektion Mayrhofen (059 133/7254) wenden. Auch die vierköpfige Bergsteigergruppe wird gebeten, sich bei der Exekutive zu melden.
Tragödie über Innsbruck
Bereits am Mittwoch hatte es in Tirol ein tödliches Alpinunglück gegeben. Ein 18-jähriger Bergsteiger, der mit zwei gleichaltrigen Freunden unterwegs war, stürzte auf der Nordkette vor den Augen seiner Begleiter 200 Meter in den Tod. Das Trio hatte sich zuvor mithilfe einer Outdoor-App orientiert. Nachdem diese ausgefallen war, kam es zur Tragödie.
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