Der Kärntner Tourismus verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 eine positive Entwicklung. Von Jänner bis Juni wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,9 Prozent mehr Nächtigungen (5.184.796) und 6,0 Prozent mehr Ankünfte (1.394.968) registriert.
Der Kärntner Tourismus hatte in den letzten Jahren zu kämpfen. Darum wurde die große Tourismusreform beschlossen, tun positive Zahlen gut. Die Tourismusbilanz für den Juni fällt allerdings mit minus 6,6 Prozent bei den Ankünften und minus 6,5 Prozent bei den Nächtigungen unter das Vorjahresniveau. Dieses Ergebnis ist jedoch auf die Verschiebung der Feiertage im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen: Aufgrund der frühen Osterfeiertage fielen Christi Himmelfahrt und Pfingsten heuer in den Mai, in dem entsprechend ein Plus von 21,4 Prozent bei den Ankünften und 18,1 Prozent bei den Nächtigungen verzeichnet wurde.
Absturz im Juni, Plus im Mai
Betrachtet man beide Monate gemeinsam, ergibt sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 für die bisherige Sommersaison ein Zuwachs von 1,7 Prozent bei den Nächtigungen (2.289.285) und 3,8 Prozent bei den Ankünften (702.725).
Kärnten Werbung-Geschäftsführer Klaus Ehrenbrandtner: „Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt, dass Kärnten gut nachgefragt wird. Wichtige Grundlagen dafür sind der Fokus auf qualitativ hochwertige Angebote, kontinuierliche Bearbeitung der internationalen Herkunftsmärkte und eine enge Zusammenarbeit zwischen den Tourismusregionen und Betrieben. Wir beobachten die Nachfrage-Entwicklung sehr genau und passen unsere Marketingmaßnahmen laufend an – etwa mit digitalen Kampagnen für kurzfristig Buchende zur gezielten Bewerbung von Angeboten am See, in den Bergen und im Bereich Kulinarik und Kultur.“
Gäste geben täglich 190 Euro aus
Laut aktueller T-MONA-Gästebefragung gibt ein Urlaubsgast in Kärnten durchschnittlich rund 190 Euro pro Person und Tag für Unterkunft, Gastronomie, Einkäufe, Mobilität vor Ort sowie Freizeit- und Kulturangebote aus. Auf Basis der Nächtigungszahlen entspricht dies im ersten Halbjahr 2026 touristischen Ausgaben von rund 943 Millionen Euro, die den Kärntner Betrieben zugutekommen. Davon profitieren neben den Beherbergungsbetrieben auch Gastronomie, Handel, Ausflugsziele und zahlreiche weitere Dienstleistungsbetriebe.
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