Gefährliche Straße

Immer wieder gibt es Tote auf der Horror-Strecke

Oberösterreich
20.07.2026 18:00

Mutter (52), Tochter (14) und Sohn (11) kämpfen nach dem schweren Crash auf der B 148 in Weng noch ums Überleben. Ihr Vater und Ehepartner war dort am späten Sonntagnachmittag bei einem Frontalzusammenstoß getötet worden. Auch eine Autolenkerin aus Ungarn (57) überlebte nicht. Die Altheimer Straße ist leider seit Jahren als Todesstrecke bekannt. 

„Wir wurden gemeinsam mit zwei anderen Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall mit Personenrettung alarmiert. Da wussten wir schon, dass es etwas Schlimmeres wird. Außerdem stand dabei, dass auch Kinder beteiligt sind.“ Für Kommandant Bernhard Raschhofer und seine Kameraden der FF Weng war der Horror-Unfall vom Sonntagnachmittag nicht der erste auf der Altheimer Straße.

Die Ungarin hatte in ihrem Nissan keine Chance. Er wurde bei dem Unfall völlig zerstört.
Die Ungarin hatte in ihrem Nissan keine Chance. Er wurde bei dem Unfall völlig zerstört.(Bild: Manfred Fesl)

An unübersichtlicher Kurve überholt
Diesmal hatte eine Ungarin (57) an einer unübersichtlichen Kurve überholt und war frontal mit dem Auto einer spanischen Urlauberfamilie kollidiert. Deren Vater (56) und die Ungarin erlagen noch an Ort und Stelle ihren Verletzungen. Die Ehefrau des Spaniers sowie deren Tochter und Sohn wurden schwerst verletzt mit Hubschraubern in die Spitäler Ried/I., Passau und Salzburg geflogen. Sie rangen am Montag noch mit dem Tod.

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Der Vater war noch am Leben, ist kurz danach seinen Verletzungen erlegen. Die Lenkerin war leider beim Eintreffen schon tot. 

Feuerwehr-Einsatzleiter Bernhard Raschhofer

Fünf Tote binnen 18 Monaten
„Auf der Strecke kracht es öfter. Erst 2025 hatten wir nur 300 Meter weiter einen tödlichen Unfall“, so Raschhofer – die Lenkerin hatte damals keine Chance gehabt, als sie mit ihrem Mini frontal gegen einen Lkw geprallt war. So gefährlich ist die Strecke, dass es einmal innerhalb von eineinhalb Jahren fünf Tote auf einem Abschnitt von drei Kilometern zu beklagen gab, dazu Dutzende Schwerverletzte.

Die Aufräumarbeiten im Innviertel dauerten mehrere Stunden.
Die Aufräumarbeiten im Innviertel dauerten mehrere Stunden.(Bild: Manfred Fesl)

Uneinsichtige Stelle
Was macht die B 148 zwischen Ort im Innkreis und Simbach am Inn (D) so gefährlich? „Die Straße ist extrem stark befahren und zieht sich dahin. Sie kann zum Überholen verleiten. Wer aber an dieser Stelle überholt, muss mit einem Unfall rechnen. Hier ist es total uneinsichtig. Umso tragischer, dass hier ein Familienvater sterben musste“, so Raschhofer betroffen.

Anrainer haben sogar eine Bürgerbewegung gegründet: Die Straße sei seit ihrer Errichtung im Jahr 1956 nie an den gesteigerten Verkehr – 25.000 Fahrzeuge pro Tag – angepasst worden.

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