Um Jugendliche vom „digitalen Wilden Westen“ zu schützen, will nun auch die spanische Regierung den Zugang zu sozialen Medien für Minderjährige unter 16 Jahren verbieten. Ministerpräsident Pedro Sanchez ruft auch andere europäische Länder auf, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.
Australien hatte im Dezember als erstes Land ein Verbot beliebter Internet-Plattformen erlassen. Einige andere Staaten – darunter Österreich, Frankreich und Großbritannien – erwägen jetzt ebenfalls die Einführung einer Altersbegrenzung. Befürworter begründen diesen Schritt mit dem Schutz der körperlichen und seelischen Gesundheit von Minderjährigen. Sanchez sagte, seine Regierung werde in der kommenden Woche einen ähnlich gelagerten Gesetzentwurf wie in Australien vorlegen. Dieser solle Führungskräfte von sozialen Medien für illegale Inhalte und Hassreden zur Verantwortung ziehen.
Sanchez: „Das werden wir nicht länger hinnehmen“
Strafbar sollen demnach auch die Manipulation durch Algorithmen und die Verstärkung illegaler Inhalte werden. Die Staatsanwaltschaft werde zudem prüfen, ob bei den Plattformen Grok von Elon Musk, TikTok und Instagram Rechtsverstöße vorlägen.

Die linke Koalitionsregierung von Sanchez beklagt seit Längerem die Verbreitung von Hassreden, pornografischen Inhalten und Falschinformationen in den sozialen Medien und deren negative Auswirkungen auf junge Menschen. „Unsere Kinder sind einem Raum ausgesetzt, den sie nie allein hätten erkunden sollen. Das werden wir nicht länger hinnehmen“, so Sanchez.
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