Aggressive Übergriffe, eigene Security und Menschen, die sich im Geschäft kostenlos neu einkleiden: Mitarbeiter der KiK-Filiale in Linz schildern bei einem Lokalaugenschein der „Krone“, womit sie gegenüber vom Volksgarten konfrontiert sind.
Die „Krone“ berichtete vergangene Woche über Fäkalien in Umkleidekabinen, Drogenhandel und massive Probleme in der KiK-Filiale an der südlichen Landstraße. Gemeinsam mit VP-Stadtvize Martin Hajart machten wir uns bei einem Lokalaugenschein nun selbst ein Bild von der Situation.
„Völlig verschmutzte Kleidung“
Was Filial-Teamleiterin Karyna Shkliaruk und Österreich-Verkaufsleiterin Klara Geringer dabei schildern, lässt tief blicken. „Die Leute kommen teilweise mit völlig verschmutzter Kleidung herein, ziehen sich einfach um, lassen ihre alten Sachen liegen und gehen mit neuer Kleidung wieder hinaus – natürlich ohne zu bezahlen“, schildert Verkaufsleiterin Klara Geringer.
Ladendiebstähle gehören längst zum Alltag
Solche Vorfälle seien längst keine Ausnahme mehr. Es ist nur eine weitere Facette jener Zustände, über welche die „Krone“ bereits berichtete: Umkleidekabinen werden als Toilette missbraucht, vor dem Geschäft wird getrunken und gepöbelt, Ladendiebstähle gehören längst zum Alltag. Die Konsequenz: KiK beschäftigt mittlerweile einen eigenen Sicherheitsdienst. „Ohne Security würde es gar nicht mehr funktionieren“, sagt Geringer offen.
Wie sehr die Situation an den Kräften der Belegschaft zehrt, schildert Filial-Teamleiterin Karyna Shkliaruk. „Wir sind ein tolles Team, aber natürlich ist es nicht schön, wenn immer wieder solche Dinge passieren.“ Viele Menschen reagierten aggressiv, wenn sie angesprochen wurden. „Auch ich wurde sogar schon einmal gewürgt.“
„Kein akzeptabler Zustand“
Für Martin Hajart sind die Schilderungen ein deutliches Warnsignal. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die einfach ihrer Arbeit nachgehen wollen, täglich Angst haben oder sogar körperliche Übergriffe erleben müssen. Das ist für die Betroffenen unzumutbar und für unsere Stadt kein akzeptabler Zustand“, sagt der VP-Stadtvize. Es bedarf rasche Maßnahmen, um Sicherheit und Sauberkeit in diesem Bereich wiederherzustellen.
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