Sicher am Berg

Ferialkräfte nehmen Wanderwege unter die Lupe

Vorarlberg
20.07.2026 12:06
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Sommersaison in den Vorarlberger Alpen läuft auf Hochtouren – damit rückt auch die Sicherheit auf den heimischen Wegen in den Fokus. Vergangene Woche fiel im Landhaus in Bregenz der offizielle Startschuss für die diesjährige Wanderwege-Evaluierung. 

Insgesamt acht junge Ferialkräfte, aufgeteilt in vier Zweierteams, ziehen ab sofort aus, um das alpine Wegenetz des Landes auf Herz und Nieren zu prüfen. Im Zentrum der diesjährigen Erhebungen stehen primär die gelb-weiß und weiß-rot-weiß markierten Wander- und Bergwege. Die Aufgaben der Teams sind dabei überaus vielseitig: Sie sollen den Zustand der Beschilderungen dokumentieren, Zeitangaben überprüfen, Mängel aufdecken und somit die Gemeinden bei der Pflege der touristischen Infrastruktur tatkräftig unterstützen. 

Digitale Erfassung via App
Technologisch setzt das Land Vorarlberg dabei voll auf moderne Methoden. Die Datenerfassung erfolgt komplett digital mittels Smartphones und der spezialisierten Kartierungssoftware „QFIELD“. Jeder erfasste Mangel und jeder überprüfte Standort wird in die zentrale Wanderwegedokumentation des Landes eingespielt. Diese Daten dienen im Anschluss als direkte Basis für gezielte Verbesserungen durch die kommunalen Wegewarte.

Das Einsatzgebiet der Ferialkräfte erstreckt sich in den kommenden Wochen über insgesamt 14 Vorarlberger Kommunen: Kennelbach, Langenegg, Lingenau, Mellau, Wolfurt, Schwarzenberg, Brand, Viktorsberg, Frastanz, Gaißau, Höchst, Bartholomäberg, der südliche Teil von Dalaas sowie Lustenau.

Vorarlbergs Wanderwege

6287 Kilometer markierte und einheitlich beschilderte Wanderwege durchziehen das gesamte Landesgebiet.

4141 Stunden reine Gehzeit umfasst das gesamte Streckennetz bei einer Begehung in beide Richtungen.

6594 Standorte für Wegweiser sorgen für die lückenlose Orientierung im Gelände.

19.601 Wegweisertafeln sind landesweit im alpinen Raum montiert.

Erfolgsmodell seit 2012: Bislang waren bereits 115 Ferialkräfte in 57 Teams im Dienste der Wegequalität im Einsatz.

Nach einer theoretischen und praktischen Einschulung im Landhaus Bregenz haben die Teams ihre Arbeit bereits aufgenommen. Allzu viel Zeit bleibt ihnen indes nicht: Bereits am 31. Juli 2026 endet die Aktion, bei der die Ergebnisse  im Beisein der Gemeindevertreter im Landhaus präsentiert werden.

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