SPÖ-Petition

Bereits 1200 Unterschriften gegen VVV-Tarifsystem

Vorarlberg
19.07.2026 15:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Unmut über das neue Tarifsystem des Verkehrsverbunds Vorarlberg (VVV) reißt nicht ab. Eine von der SPÖ Vorarlberg gestartete Online-Petition gegen die Reform hat mittlerweile rund 1200 Unterstützer mobilisiert. Zusätzlich sammelte die Partei bei Vor-Ort-Aktionen in Feldkirch, Bludenz und Dornbirn zahlreiche Unterschriften auf Papier.

SPÖ-Klubobmann Mario Leiter sieht sich durch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung bestätigt: „Wir haben in den vergangenen Wochen bewusst das direkte Gespräch mit den Menschen gesucht. Viele empfinden das neue System als zu unübersichtlich und für Gelegenheitsfahrer als schlichtweg zu teuer.“ Diese Kritik ziehe sich wie ein roter Faden durch die Gespräche.

Klare Nachteile für jene ohne Jahreskarte
Besonders die strategische Ausrichtung der Tarifreform stößt bei der SPÖ auf Unverständnis. Zwar sei es erfreulich, wenn die Verkaufszahlen bei den Jahreskarten steigen und mehr Menschen dauerhaft auf Bus und Bahn umsteigen. Allerdings dürfe dies nicht zulasten derer gehen, die den öffentlichen Nahverkehr nur sporadisch nutzen.

„Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass sich künftig alle Öffi-Nutzer eine Ganzjahreskarte kaufen müssen, um in Vorarlberg günstig unterwegs zu sein“, kritisiert Leiter. Das Angebot müsse auch für Gelegenheitsfahrer attraktiv bleiben.

SPÖ-Klubobmann Mario Leiter pocht auf Nachbesserungen beim neuen Tarifsystem.
SPÖ-Klubobmann Mario Leiter pocht auf Nachbesserungen beim neuen Tarifsystem.(Bild: SPÖ Vorarlberg)

Als Beleg für die Mängel der Reform sieht die SPÖ die wiederholten Nachbesserungen, die seit der Einführung des Systems vorgenommen wurden. Für Leiter zeigt dies, dass die Reform ihren eigenen Ansprüchen – Einfachheit und preisliche Fairness – bisher nicht gerecht geworden ist. In Richtung des zuständigen Landesstatthalters Christof Bitschi sparte der SPÖ-Klubobmann nicht mit Kritik und sprach von einem „Tarifwahnsinn“, der beendet werden müsse. „Es braucht ein Tarifsystem, das einfach verständlich, fair und für alle Fahrgäste praktikabel ist. Genau das ist die aktuelle Tarifreform bislang jedoch schuldig geblieben!“

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