In der Debatte um die Jugendkriminalität sieht sich die Tiroler Sicherheits-LR Astrid Mair (ÖVP) von Bund und Ländern bestätigt. Mair fordert klare Konsequenzen auch für Strafunmündige, die wiederholt Straftaten begehen.
Die jüngsten Aussagen von Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) zur Unterbringung straffälliger Jugendlicher in betreuten Wohngemeinschaften sorgen österreichweit für Diskussionen. Auch Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), aktuell Vorsitzender der LH-Konferenz, hat sich zuletzt für konsequentere Maßnahmen im Umgang mit jugendlichen Intensivtätern ausgesprochen. Für Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair kommt diese Debatte nicht überraschend. Bereits seit längerer Zeit fordert sie klare Konsequenzen für strafunmündige Jugendliche, die wiederholt durch schwere Straftaten auffallen – die „Krone“ berichtete mehrfach.
Spezielle Einrichtungen für Jugendliche schaffen
Schon in der Vergangenheit sprach sich Mair dafür aus, dass strafunmündige Jugendliche, die eine erhebliche Gefahr für andere darstellen und sich bisherigen Erziehungsmaßnahmen entziehen konnten, in speziell geführten Einrichtungen mit klaren Regeln, verbindlichen Strukturen und intensiver pädagogischer Betreuung untergebracht werden sollten. Ziel sei dabei nicht die Bestrafung, sondern Erziehung, Resozialisierung und der Schutz der Bevölkerung.
Wer strafunmündig ist und wiederholt schwere Straftaten begeht, braucht klare Grenzen und Konsequenzen.
Sicherheits-LR Astrid Mair (ÖVP)
Diese jungen Menschen müssten aus dem gewohnten Umfeld heraus geholt werden. Dass nun sowohl Justizministerin Sporrer als auch Vorarlbergs Landeshauptmann Wallner ähnliche Überlegungen in die öffentliche Debatte einbringen, wertet die Landesrätin als Zeichen dafür, dass der Handlungsbedarf mittlerweile parteiübergreifend erkannt wird. „Wer strafunmündig ist und wiederholt schwere Straftaten begeht, braucht klare Grenzen und Konsequenzen. Wegschauen hilft weder den Jugendlichen selbst noch den Opfern. Es braucht Einrichtungen, in denen junge Menschen wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen und Regeln einzuhalten“, betont Landesrätin Mair gegenüber der „Krone“.
Konsequent gegen Straftäter vorgehen
Sie verweist darauf, dass Prävention und Unterstützung unverzichtbar seien. Gleichzeitig brauche es für jugendliche Intensivtäter konsequente Maßnahmen, wenn Gewalt und Kriminalität zur Regel werden. Einrichtungen mit einem klaren erzieherischen Auftrag könnten dazu beitragen, Jugendliche wieder auf den richtigen Weg zu bringen und gleichzeitig die Bevölkerung besser zu schützen. Sie selbst weiß, wie schwer es ist, zu diesen jungen Menschen durchzudringen. Betreuungspersonen tun sich da erfahrungsgemäß unglaublich schwer.
Die aktuelle Debatte zeige, dass sich die politischen Positionen zunehmend annähern. Nun gelte es, rasch konkrete Lösungen umzusetzen und die notwendigen gesetzlichen sowie organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen. Ob durch Senkung der Strafmündigkeit oder durch spezielle Einrichtungen, es braucht jedenfalls eine passende Lösung.
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