Hilfswelle ungebrochen

Traktor-Unglück: Mehr als halbe Mio. Euro Spenden

Vorarlberg
18.07.2026 16:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Moment, der das Glück einer Familie jäh zerstörte und einen Familienvater und der erst sechs Jahre alten Tochter das Leben kostete. Zurück bleiben nach einem Traktorunfall in Vorarlberg eine Mutter und ein erst vierjähriges Mädchen, das ohne Papa und große Schwester groß werden muss. In all das Leid und das Dunkel dieser schweren Stunden mischt sich jedoch auch Mitgefühl und Anteilnahme. Über die Familie schwappte eine regelrechte Welle an Hilfsbereitschaft.

Der Schock ist kaum greifbar, den die 36-Jährige am Dienstagvormittag erleben musste. Als sie nach vielen Stunden nichts mehr von ihrem Partner und den beiden Töchtern im Alter von vier und sechs Jahren gehört hatte, machte sich die Frau auf, um nach ihrer Familie zu sehen. Der Mann hatte mit den beiden Mädchen die Nacht auf einer Hütte verbringen wollen. Die Frau konnte ihre Lieben aber nicht mehr erreichen.

Der Unglückstraktor, auf dem Vater und Tochter ihr Leben verloren.
Der Unglückstraktor, auf dem Vater und Tochter ihr Leben verloren.(Bild: Bernd Hofmeister)

Kleines Wunder: Vierjährige überlebte
Vor Ort sollte sich der zweifachen Mutter ein entsetzlicher Anblick bieten. Ihr Lebensgefährte und die beiden Mädchen waren mit einem Traktor verunglückt. Während der Mann und die Sechsjährige den Unfall nicht überlebt hatten, konnte die Vierjährige schwer verletzt gerettet werden. Mittlerweile konnte das Mädchen das Krankenhaus verlassen.

Doch es kehrte zurück in ein Zuhause, in dem nichts mehr ist, wie es einmal war. 

Spendenaufruf für Mutter und Kind
Zur immensen Trauer mischte sich auch die Sorge vor einer ungewissen Zukunft. Um der kleinen Familie zumindest in finanzieller Hinsicht etwas die Last von den Schultern zu nehmen, startete eine langjährige Freundin der Familie einen Spendenaufruf auf der Plattform gofundme. „Kein Geld der Welt kann Marcel und Klara zurückbringen. Doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Sarah und Anna diese schwere Zeit nicht auch noch mit existenziellen finanziellen Sorgen bewältigen müssen“, schreibt sie auf der Spendenseite.

Hilfsbereitschaft reißt nicht ab
Ihr Aufruf blieb nicht ungehört. Vielmehr übertraf er wohl alles, was man sich erhofft hatte. Das angestrebte Spendenziel wurde mit Stand Samstagnachmittag mehr als verdoppelt – mehr als eine halbe Million Euro kam zusammen. Ein Ende der Freigiebigkeit, Hilfsbereitschaft und des Mitgefühls für die vom Schicksal gebeutelte Familie ist bislang nicht in Sicht.

Bereits am Donnerstag gab es Worte des Danks an alle Spender. „Eure Anteilnahme, eure Hilfe und eure aufmunternden Gedanken haben Kraft gegeben und gezeigt, dass Sarah, Anna und alle ihre Angehörigen diesen Weg nicht allein gehen müssen.“

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