Das Land Vorarlberg setzt die finanzielle Unterstützung für Verwaltungskräfte an allgemeinbildenden Pflichtschulen auch im Schuljahr 2026/27 fort. Damit sollen Schulleitungen von Bürokratie entlastet werden. Gleichzeitig übt das Land scharfe Kritik an der mangelnden Finanzierung durch den Bund.
Die Vorarlberger Landesregierung hat die Fortsetzung der administrativen Entlastung für die allgemeinbildenden Pflichtschulen im kommenden Schuljahr 2026/27 beschlossen und dafür rund 1,7 Millionen Euro budgetiert. Insgesamt umfasst das Paket knapp 80.000 Stunden für Verwaltungstätigkeiten, was rechnerisch etwa 45 Vollzeitstellen entspricht. Ziel der Maßnahme ist es, die Schulleiter von bürokratischen Aufgaben zu befreien, damit diese sich intensiver auf die pädagogische Arbeit konzentrieren können. Die administrativen Aufgaben werden von Bürokräften übernommen, die in der Regel von den Gemeinden als Schulerhaltern oder über die Schulische Assistenz und Freizeitbetreuung Vorarlberg GmbH (SAF GmbH) angestellt sind.
Schöbi-Fink sieht dringenden Handlungsbedarf
Die Finanzierung durch das Land versteht sich auch als Überbrückung einer Bundeslücke. Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink kritisierte in diesem Zusammenhang die schleppende Umsetzung auf nationaler Ebene: „Vorarlberg kompensiert hier seit Jahren sowohl bei der administrativen Unterstützung wie auch im Lehrbetrieb aus eigenen Mitteln, da der Bund dieser Aufgabe nicht ausreichend nachkommt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“ Während das Bildungsministerium den Bedarf an Unterstützung mittlerweile zwar anerkenne, hinke der Bund bei der tatsächlichen Umsetzung und Finanzierung weiterhin deutlich hinterher, so die Landesrätin. Durch die Verlängerung des Landesbudgets soll die administrative Unterstützung für die Gemeinden und Schulen im Land nun vorerst nahtlos abgesichert bleiben.
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