„Automatik“ erhofft

Durchbruch? Bund sichert Geld für Zillertalbahn zu

Tirol
17.07.2026 17:50

Jahrelang wurde über neue Antriebsvarianten debattiert und um Unterstützung gebangt. Nun fließen Mittel aus dem Topf für Privatbahnen. Aufsichtsratsvorsitzender Franz Hörl erklärt: „Am Land darf es nicht mehr scheitern.“

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Diesel, Wasserstoff und Strom – die Zukunft der Zillertalbahn ließ nicht nur im Tal über Jahre die Köpfe rauchen.

Nun darf man auf eine endgültige Weichenstellung hoffen: Mit dem Doppelbudget 2027/2028 stockte die Bundesregierung das Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen (MIP) deutlich auf. Ab 2027 stehen zusätzlich zu den regulären Mitteln für die Privatbahnen jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Das Gesamtbudget wächst auf rund 114 Millionen Euro.

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Das hat der Minister auch mir in die Hand versprochen.

Franz Hörl, Aufsichtsratsvorsitzender der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG

Damit kann auch im Zillertal der angestrebte Umstieg von Diesel- auf moderne Akku-Hybrid-Züge umgesetzt werden. Zudem sicherte der Bund dem Land Tirol eine anteilige Mitfinanzierung bei der Beschaffung der neuen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge zu. „Das hat der Minister auch mir in die Hand versprochen“, bestätigte Franz Hörl, Aufsichtsratsvorsitzender der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG, der „Krone“.

Hörl hofft nun auf eine „Automatik“ zum Umstieg
Nun müsse es eigentlich eine „Automatik“ seitens des Landes geben und der Umstieg dürfe nicht mehr scheitern, betont Hörl. Zuletzt war von Gesamtkosten für Oberleitungen, Ladeinfrastruktur, Akkuzüge usw. von rund 190 Millionen Euro die Rede.

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Nun können die nächsten Projektschritte angegangen werden.

LH Anton Mattle

„Öffentlicher Verkehr ist ein Teil der Daseinsvorsorge – gerade in ländlichen Regionen wie dem Zillertal müssen Menschen auf eine zuverlässige, moderne und klimafreundliche Bahn zählen können“, begründet Verkehrsminister Peter Hanke den tiefen Griff in die Finanzschatulle.

LH Anton Mattle ergänzt: „Durch die Unterstützung des Ministers und den Einsatz des Zillertales steht einer raschen Umsetzung nichts mehr im Weg.“ Auch Verkehrs-LR René Zumtobel ist optimistisch: „Nun können die nächsten Projektschritte angegangen werden. Damit rücken wir der Dekarbonisierung einen wichtigen Schritt näher und mit 2030 startet eine neue Ära der emissionsfreien Mobilität im Zillertal.“

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