Es war ein Abhängigkeitsverhältnis, das eine 49-Jährige in Linz schamlos ausgenutzt haben soll. Mehrfach soll die Pflegerin Geld vom Konto eines Schutzbefohlenen auf ihr eigenes überwiesen haben. Im September muss sie sich dafür wegen Untreue vor Gericht verantworten.
Ein hochsensibles Vertrauensverhältnis soll eine 49-jährige Pflegerin schamlos ausgenutzt haben. Die Linzerin wird beschuldigt, in die Taschen ihrer Schutzbefohlenen gegriffen zu haben. Konkret soll sie von dem Konto eines Pflegebedürftigen mehrfach Geld auf ihr eigenes überwiesen haben. Außerdem hätte sie sich in einem Fall das Entgelt für ihre Pflegeleistung doppelt überwiesen. Insgesamt soll sich die 49-Jährige so zwischen 1. Juni und 1. Dezember 2025 um 12.000 Euro bereichert haben.
Schwerwiegende Vorwürfe
Weiters wird der Pflegekraft vorgeworfen, zwei Ausweise von betagten Kunden (97, 88) nicht wieder ausgehändigt zu haben. Auf die Schliche war der 49-Jährigen das Landeskriminalamt Oberösterreich gekommen, das gemeinsam mit dem Finanzamt im Rahmen einer kooperativen Fallbearbeitung die Ermittlungen geführt hatte.
Strafantrag eingebracht
Die Staatsanwaltschaft Linz hat bei Gericht bereits einen Strafantrag gegen die 49-Jährige eingebracht, es besteht der Verdacht der Untreue und Urkundenunterdrückung. Im September muss sich die Frau am Landesgericht Linz verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.
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