22-Jähriger angeklagt

Missbrauchsprozess endete mit Freispruch

Oberösterreich
16.07.2026 18:00

Beim ersten Date soll ein 22-jähriger Syrer eine 17-Jährige massiv sexuell bedrängt haben. Dafür musste er sich am Donnerstag am Landesgericht Wels wegen versuchter Vergewaltigung verantworten. Doch der Prozess endete letztlich mit einem Freispruch.

Was vermutlich als romantisches Kennenlernen gedacht gewesen wäre, endete letztlich vor dem Richter. Denn bereits beim ersten „richtigen“ Treffen soll ein 22-jähriger Syrer seine Online-Bekanntschaft (17) sexuell massiv bedrängt haben. Dafür musste er sich am Donnerstag am Landesgericht Wels verantworten.

Online kennengelernt
Doch zur Vorgeschichte: Über einen Online-Messengerdienst hatten sich der Angeklagte und das Opfer kennengelernt. Am 4. Februar kam es zum ersten Treffen der beiden in Wels. Der 22-Jährige holte die 17-Jährige bei einem Schülerheim ab, gemeinsam fuhren sie zur Wohnung des Mannes. Dort soll es zu massiven Grenzüberschreitungen gekommen sein. Die Rede ist von unerwünschten Berührungen und Küssen des Angeklagten, was die Staatsanwaltschaft als versuchte Vergewaltigung qualifizierte.

Angeklagter freigesprochen
Vor Gericht stritt der 22-Jährige die Vorwürfe ab und betonte, dass die Handlungen einvernehmlich abgelaufen seien. Zusätzlich zu seiner Aussage wurde auch das Protokoll der kontradiktorischen Vernehmung der 17-Jährigen verlesen. Nach kurzer Beratung endete der Prozess mit einem Freispruch für den Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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