Der Salzburger Mikronährstoffhersteller Biogena will nach einer aktuell laufenden Kapitalerhöhung bald komplett auf den Aktienmarkt. Unternehmens-Chef Albert Schmidbauer hat große Wachstumspläne und will den Umsatz stark steigern.
Für Biogena ist es der nächste Schritt der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte. Der Salzburger Mikronährstoffhersteller geht nach kleineren Schritten am Wiener Aktienmarkt im August komplett an die Börse. „Wir wollen eine Publikumsgesellschaft werden. Für das Unternehmen ist das eine Zukunftssicherung“, sagt Biogena-Chef Albert Schmidbauer.
Er hat das Unternehmen vor 20 Jahren übernommen, war lange Zeit Alleineigentümer und hat in den Anfangsjahren im Vertrieb selbst viele Klinken geputzt. Inzwischen sind die Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel von Biogena dank des Megatrends Gesundheit fast Selbstläufer. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Stadt Salzburg und Produktion in Koppl bietet mittlerweile auch eine Reihe unterschiedlicher Behandlungen an.
10 Millionen Euro sollen in Standort in Koppl fließen
Die Zahlen geben Schmidbauer recht. Der Umsatz stieg von 1,6 Millionen Euro vor 20 Jahren auf knapp 125 Millionen Euro im Jahr 2025. Der operative Gewinn lag bei 8,5 Millionen Euro. Rund 500 Mitarbeiter beschäftigt Biogena inzwischen.
Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz laut Schmidbauer auf rund 155 Millionen Euro steigen. Für das weitere Wachstum läuft aktuell schon eine außerbörsliche Kapitalerhöhung. Bis kommenden Mittwoch können sich Anleger zum Preis von 4,80 Euro je Aktie beteiligen. So sollen bis zu 25 Millionen Euro eingesammelt werden.
Das Geld will Biogena unter anderem in den Ausbau des Besucher- und Behandlungszentrums in Koppl, der „Good Health World“ stecken (10 Millionen Euro). Auch der Online-Handel und die großen Biogena-Stores in Einkaufsstraßen großer Städte in Österreich und Deutschland sollen ausgebaut werden.
Im August soll dann der Gesamtkonzern im Einstiegssegment für Klein- und Mittelbetriebe an die Wiener Börse gebracht werden. Mittelfristig ist der Aufstieg in den Börsen-Leitindex ATX das Ziel. Mit den aktuellen Produktionskapazitäten sei ein Umsatz von 500 Millionen Euro möglich, so Schmidbauer.
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