Düstere Prognose

IHS: Trotz Sparkurs kein Maastricht-Ziel bis 2030

Innenpolitik
16.07.2026 11:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Budgetkonsolidierung der Bundesregierung bringt laut neuester Mittelfristprognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) zwar ein deutliches Absinken der Defizitquote, die zuletzt mehr als vier Prozent betrug. Dennoch wird Österreich auch 2030 die Maastricht-Kriterien nicht erreichen. 

Um das Maastricht-Ziel von drei Prozent zu erreichen und das EU-Defizitverfahren zu verlassen, in dem sich Österreich befindet, sind „zusätzliche Anstrengungen notwendig“. Das IHS sieht einen schrittweisen Rückgang auf 3,7 Prozent bzw. 3,6 Prozent 2028. Bis 2030 werde die Quote ähnlich hoch bleiben.

„Bräuchte stärkere Strukturreformen“
Um die Ausgabendynamik stärker zu dämpfen und die Maastricht-Grenze zu unterschreiten, bräuchte es laut den Angaben des Instituts für Höhere Studien (IHS) im Zuge seiner neuesten und wie es selbst betont mit großen Unsicherheiten behafteten Mittelfristprognose (bis 2030) aber stärkere Strukturreformen. Das gelte insbesondere im Gesundheitswesen und bei den Pensionen. Grund ist der demografisch bedingte Ausgabendruck, der auch über den Prognosezeitraum hinaus hoch bleiben wird.

Stärkere Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung in Österreich dürften das Wachstum allerdings zumindest kurzfristig dämpfen, hieß es von den Wirtschaftsforschern. Dagegen könnten bei einer Verbesserung des Konsumklimas die Sparquote stärker sinken und eine kräftigere Konsumnachfrage das Wachstum steigern.

Auch verstärkte Investitionen der Unternehmen in die Nutzung künstlicher Intelligenz könnten die Produktivität steigern und die mittelfristigen Wachstumsaussichten verbessern. Denn das Wirtschaftswachstum dümpelt mit je etwa einem Prozent von heuer bis 2030 hierzulande laut IHS-Prognose nur dahin.

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