Hohes Schmerzensgeld
Kinder vertauscht: Mütter stillten falsche Babys
Der Alptraum wohl jeder frischgebackenen Mutter wurde für zwei Frauen in Italien zur entsetzlichen Realität: Ihre Babys wurden im Krankenhaus vertauscht. Tagelang fiel der Irrtum nicht auf – die beiden stillten das falsche Kind, bis die Verwechslung auffiel. Eine der Betroffenen erhielt nun Schmerzensgeld.
Die Babys kamen 2017 in einer Privatklinik Avellino im Süden Italiens zur Welt – doch kurz nach der Geburt kam es zu dem verhängnisvollen Missgeschick. Erst jetzt hat der Fall auch ein juristisches Ende gefunden.
Denn eine der Mütter verklagte das Spital: Sie erklärte, sie habe noch lange danach unter dem Vorfall gelitten. So habe sie „etwa 40 sehr schwierige Tage mit Schlafstörungen und einem Zustand starken Leidens“ erleben müssen. Sie litt unter anhaltender Anspannung, Angstzuständen, Wut sowie belastenden Erinnerungen.
Babys beim Anziehen vertauscht
Der Irrtum passierte offenbar, als die Bbbys von Spitalsmitarbeitern angezogen wurden. Die Mütter erhielten danach das falsche Kind zurück. Einer Frau fiel zwar auf, dass ihre Tochter plötzlich andere Kleidung trug. „Doch aufgrund ihres Vertrauens in die Einrichtung und der außergewöhnlichen Natur des Vorfalls weckte dieses Detail bei ihr keinen Verdacht auf eine mögliche Verwechslung“, wie „Corriere dell‘Irpinia“ berichtete.
DNA-Test brachte Klarheit
Erst vor der Entlassung fiel der Irrtum zufällig auf: Die beiden Mütter begegneten sich bei einer abschließenden Untersuchung und eine äußerte ihre Zweifel und sie überprüfte die Nummer, die auf dem Armband ihres Kindes vermerkt war: Es war nicht diejenige, die das Kind kurz nach der Geburt hatte. Ein DNA-Test brachte schließlich die Wahrheit ans Licht.
Ein danach eingeleitetes Strafverfahren wurde zwar eingestellt, der Fehler des Spitalspersonals jedoch als fahrlässiger Fehler bewertet. Bei einem Zivilprozess wurde einer der Betroffenen schließlich Recht gegeben: Wegen der psychischen Folgen wurde ihr ein Schmerzensgeld von 100.000 Euro zugesprochen.









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