Immer mehr Fahrräder

Senioren größte Opfergruppe bei tödlichen Unfällen

Tirol
14.07.2026 16:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Angesichts der steigenden Anzahl älterer Menschen fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verstärkte Maßnahmen für eine seniorengerechte Radinfrastruktur im Land. 64 Prozent der Verunfallten sind älter als 65 Jahre.

Seniorinnen und Senioren sind die größte Opfergruppe bei tödlichen Radunfällen in Tirol, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. In den vergangenen drei Jahren waren 64 Prozent der mit Fahrrad oder E-Bike tödlich verletzten Radfahrenden 65 Jahre oder älter, im Vorjahr waren es sogar alle tödlich verunglückten Radfahrenden. Mit der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird es immer wichtiger, dass unser Verkehrssystem seniorengerecht wird. Sehr wirksam für die Sicherheit älterer Radfahrerinnen und Radfahrer ist der verstärkte Ausbau des Radwegenetzes insbesondere entlang von Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen und hohen Tempolimits, betont der VCÖ. Im Ortsgebiet sind Verkehrsberuhigung sowie Tempo 30 statt 50 wirksame Maßnahmen, um für ältere Menschen die Sicherheit beim Radfahren zu erhöhen.

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Mit der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird es immer wichtiger, dass unser Verkehrssystem seniorengerecht wird.

VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk

Drei Menschen kamen im Vorjahr in Tirol ums Leben
156.000 Menschen in Tirol gehören der Generation 65 plus an. Seit dem Jahr 2005 ist ihre Anzahl um 56.000 gestiegen. Bis zum Jahr 2035 rechnet die Statistik Austria mit einer weiteren Zunahme um 45.000 auf rund 201.000 Seniorinnen und Senioren. „Mit der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird es immer wichtiger, dass unser Verkehrssystem seniorengerecht wird. Gerade hinsichtlich des Radverkehrs ist der Aufholbedarf besonders groß“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.

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Dieser hohe Anteil ist kein Argument gegen das Radfahren, sondern unterstreicht die Dringlichkeit, sichere und gute Bedingungen für das Radfahren zu schaffen.

VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk

Das zeigt auch die Unfallstatistik. Im Vorjahr wurden in Tirol drei Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr beim Fahren mit Fahrrad oder E-Bike tödlich verletzt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Der Anteil der Generation 65 plus an den tödlichen Radfahrunfällen ist hoch und beträgt im Dreijahreszeitraum 2023 bis 2025 in Tirol 60 Prozent. „Dieser hohe Anteil ist kein Argument gegen das Radfahren, sondern unterstreicht die Dringlichkeit, sichere und gute Bedingungen für das Radfahren in jedem Alter zu schaffen“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk abschließend.

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