Lange wurde darüber debattiert, jetzt ist fix: In Liezen bleibt alles so, wie es ist. Basierend auf einer Wirkungs- und Kosten-Nutzen-Analyse sind bauliche Maßnahmen aktuell budgetär nicht darstellbar, teilte das Land Steiermark am Montag mit.
Jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelang wurde darüber diskutiert. Speziell zu den Hauptreisezeiten erstickt die Bezirksstadt Liezen unter einer Verkehrslawine, die über die B320 hinwegrollt. 2024 hat der damalige SPÖ-Landesrat Anton Lang die Umfahrungslösung aber zu Grabe getragen. Stattdessen soll der Bestand ausgebaut werden. Bis 2030 solle der Umbau über die Bühne gehen, stellte der ehemalige Landeshauptmann-Stellvertreter seinerzeit klar.
Doch jetzt sind auch diese Pläne vom Tisch. In Liezen bleibt alles so, wie es ist. Zu diesem Schluss kam die nunmehrige Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ). Grund dafür ist, dass die Kosten und Nutzen für den Ausbau beim Blick auf die Landesfinanzen aktuell nicht darstellbar sind. Die einzig empfehlenswerte Variante, nämlich eine Brücke für die B320 beim Bellaflora und Adaptierungen bei weiteren Kreuzungen, hätte nämlich Kosten von insgesamt knapp 39 Millionen Euro verursacht – noch Planungs- und Nebenkosten. Auf der anderen Seite wäre die Zeitersparnis bei maximal 45 Sekunden laut Experten von Gemeinde und Land überschaubar gewesen.
In Anbetracht der schwierigen budgetären Lage sowohl auf Landes- als auch auf Gemeindeebene und in Abwägung der steiermarkweiten Notwendigkeiten im Verkehrsbereich sind in Absprache mit der Stadtgemeinde aktuell keine baulichen Maßnahmen, keine weiteren Planungsschritte vorgesehen”, resümiert Verkehrslandesrätin Claudia Holzer.
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