Liebe Leserinnen, liebe Leser, es ist das klassische Dilemma der Vorarlberger FPÖ, und Markus Klien führt es im jüngsten Sonntagsinterview der „Krone“ par excellence vor: Wie grenzt man sich staatsmännisch vom oft polternden Kurs der Bundespartei in Wien ab, ohne die eigene Basis im Ländle zu verprellen? Kliens Strategie ist so alt wie die Vorarlberger Landespolitik selbst – der Verweis auf den „eigenen Weg“. Wo die Bundes-FPÖ mit schrillen Social-Media-Clips wie dem „Airbert“-Video auf Provokation setzt, gibt sich der neue Landesrat betont bodenständig: Schnapsbrennen, Imkern, Jassen. Das wirkt nahbar und nimmt dem harten migrationspolitischen Diskurs vorerst die Schärfe. Doch beim Thema Integration und Sicherheit schimmert die Parteilinie unmissverständlich durch. Der „Vorarlberg-Kodex“ wird verteidigt, das Prinzip „Fordern und Fördern“ beschworen. Dass Klien beim FPÖ-Video die Zuständigkeit wegschiebt, gleichzeitig aber im Landtag bei Kritik und Provokation der Opposition emotional explodiert, zeigt, wie schwierig der Spagat ist. Zwischen Wiener Inszenierung und Vorarlberger Realpolitik wartet auf Klien wohl auch in Zukunft ein echter Seiltanz. Keine wilden Tänze, dafür aber einen ruhigen und erholsamen Sonntag wünscht Ihnen, Sonja Schlingensiepen


Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.