Benzinattacken, Gewalt
„Tötet sie!“ Schüler setzen Frankreich in Brand
Tausende Schüler protestieren in ganz Frankreich gegen Lehrermangel, überfüllte Klassen und schlechte Lernbedingungen. Doch inzwischen arten die Proteste in pure Gewalt aus. In mehreren Städten kommt es zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei, die immer hilfloser wirkt ...
Seit Tagen mehren sich Angriffe auf Polizisten, aber auch auf Bürger, die sich ihnen entgegenstellen.
Vielerorts eskaliert die Lage, Barrikaden brennen, die Polizei setzt Tränengas ein.
Bilder von den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Frankreich:
Polizeianwärterin von Randalierern attackiert
In der Hauptstadt Paris wurde eine Polizeianwärterin von einer Gruppe jugendlicher Randalierer verfolgt, zu Boden gerissen und attackiert (siehe Posting unten). Mehrere Angreifer hielten die junge Frau fest, traten auf sie ein und schrien dabei: „Tötet sie!“ In Nantes brannte eine Oberschule aus.
Flammenwerfer brennt Frau das Gesicht an
In den sozialen Medien verbreitete sich ein weiterers Video, das einen Vermummten zeigte, wie er mit einem Flammenwerfer einer Frau das Gesicht anbrennt (siehe Posting unten).
Lehrer mit Benzin übergossen
Ein Lehrer aus La Ciotat, rund 30 Kilometer östlich von Marseille, berichtete dem Sender BFMTV, von Schülern mit Benzin übergossen worden zu sein (siehe Posting unten). Er sollte angezündet werden. Doch Parteichef Jean-Luc Mélenchon von der linksextremen LFI („La France Insoumise“/das unbeugsame Frankreich) bestreitet den Vorfall und spricht von einer „Kampagne“ gegen seine Partei.
85% der Festgenommenen sind noch minderjährig
Mehr als 300 Polizisten und Gendarmen wurden nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez seit Montag bei Einsätzen verletzt. Nach Angaben von Bildungsminister Édouard Geffray wurden 65 Beschäftigte des Bildungswesens verletzt, darunter 40 Schulleiter, sowie 170 Schüler. Innenminister Nuñez zufolge wurden mehr als 5000 Menschen festgenommen, 85 Prozent von ihnen sind minderjährig.
Nuñez sprach von einer Welle hemmungsloser Gewalt rund um die Schulen und machte unter anderem soziale Netzwerke sowie den Einfluss der linksextremen LFI-Partei für die Mobilisierung mitverantwortlich.
Forderungen nach Haftbarmachung der Eltern
In der Politik werden Forderungen laut, auch Eltern stärker zur Verantwortung zu ziehen. Justizminister Gérald Darmanin forderte Staatsanwälte auf, die zivilrechtliche Haftung der Eltern für Schäden ihrer minderjährigen Kinder geltend zu machen.

Schüler berichten: Ratten und Kakerlaken in den Gebäuden
Schülervertreter verurteilten die Gewalt, riefen aber zur Fortsetzung der Proteste und für Dienstag zu einer neuen Demonstration auf. Schüler protestierten in erster Linie gegen die Zustände in Schulen. Sie berichten von Ratten, Kakerlaken. Pro Klasse sitzen bis zu 35 Jugendliche. Teile der Lehrkräfte und Eltern unterstützen die Proteste und kritisieren jahrelange Sparpolitik im Bildungswesen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 
















Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.