Vorstoß der Industrie

Ruf nach Gemeindefusionen: Land reagiert verhalten

Steiermark
09.07.2026 15:11

Bei seinem Sommerempfang wagte der steirische Industrie-Präsident Kurt Maier einen Vorstoß für mehr Gemeindezusammenlegungen. Bei der Landesregierung bleibt man aber bei der bisherigen Linie: kein Zwang, nur freiwillige Fusionen. Diese sind derzeit allerdings nicht in Sicht. 

Es ist üblich, dass die Präsidenten der steirischen Industriellenvereinigung von der Politik Reformen und mutige Maßnahmen einmahnen. Kurt Maier setzte diese Tradition fort und schlug beim heurigen Sommerfest einige Pflöcke ein: So forderte er mehr Freihandelsabkommen, eine echte Kompetenzbereinigung auf nationaler Ebene und in der Steiermark endlich den Startschuss für eine digitale Plattform für Genehmigungsverfahren. 

Und er regte weitere Gemeindezusammenlegungen an. Doch in der Grazer Burg reagiert man zurückhaltend. Auf „Krone“-Nachfrage bleiben die Büros von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) bei der bisherigen Linie: freiwillige Fusionen gerne, aber keine verpflichtenden Zusammenlegungen. „Kooperationen, etwa im Bereich Verwaltung und Bauhof, sind aber jedenfalls zu begrüßen“, heißt es bei Kunasek.

Fürstenfeld und Söchau „heirateten“ 2025
Die letzte Gemeinde-Ehe aus freien Stücken wurde Anfang 2025 zwischen der oststeirischen Stadt Fürstenfeld und Söchau geschlossen. Seitdem gab es immer wieder zarte Vorstöße (etwa rund um Hartberg), aber nichts Konkretes. Auch der Gemeindeabteilung des Landes sind aktuell, trotz angespannter Finanzlage in sehr vielen Kommunen, keine Absichten bekannt. 

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