Bürgermeister vor Ort

Drama um ehemaligen „Hechtbiss-Teich“

Niederösterreich
10.07.2026 18:00

Vor zehn Jahren wurde am Badesee im Pielachtal ein Junge von einem Hecht gebissen. Heute gibt es lediglich Beschwerden über fehlende Duschen. Doch der Ortschef hat schon eine Idee für einen Umbau.

Lagekontrolle am Badeteich in Hofstetten-Grünau im Pielachtal: „Es gibt für die Badegäste kein Trinkwasser, keinen vernünftigen Zugang ins Wasser, keine Dusche!“, erreichten die „Krone“ unlängst Beschwerden von Badegästen zum örtlichen Natur-Badeteich. Bürgermeister Arthur Rasch hat sich diese Woche Zeit genommen, das Gewässer selbst genau anzusehen. Nicht zum ersten Mal, denn die Idylle wurde 2015 von einem regelrechten „Hecht-Skandal“ erschüttert. 

Ein siebenjähriger Bub wollte damals bei einem Familienausflug die Natur erkunden, stieg auf einen augenscheinlich toten Hecht, der ihn in den Fuß biss. Die Wunde musste operiert werden. Ortschef Rasch, der auch damals Bürgermeister war, wurde per Gericht zu 14.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Ein paar Jahre später, 2019, fiel der gesamte Badesommer komplett aus, weil sich eine Biberfamilie am Wasser eingerichtet hatte. Seit 2021 gehört das Areal nun einem Campingplatz-Betreiber. 

Ein Teil der öffentlichen Liegewiese und Holzterasse. Die Pielachtaler stört, dass sie selbst ...
Ein Teil der öffentlichen Liegewiese und Holzterasse. Die Pielachtaler stört, dass sie selbst Liegebette mitnehmen müssen.(Bild: Franz Crepaz)

Wasser kann man fast trinken
Lässt man den Blick heute über den Teich streifen, sticht einem das klare, kühle Wasser ins Auge. Das frische Wasser vom Pielach-Fluss bringt immer genug Bewegung in den Teich, – „mit Blaualgen haben wir daher gar kein Problem. Das Wasser hat sogar fast Trinkwasser-Qualität“, freut sich Rasch. Er und Daniel Wurzenberger nehmen die Kritik dennoch ernst. Weil Badegäste nach einem Imbiss suchend  oft am Campingplatz herumirrten, wurde nun ein Zaun zwischen Badewiese und Camping aufgestellt. 

Der öffentliche Zugang zum Teich ist mittlerweile komplett gratis.  „Trinkwasser, Mistkübel, WC-Anlagen gibt es sehr wohl  – auch der Rasen wird gepflegt. 70.000 Euro kostete der Teich der Gemeinde, bevor ihn der Campingplatz übernahm. Rasch überlegt nun, den öffentlichen Strand nach dieser Saison auf die andere Seite zu verlegen.  „Momentan ist es aber so, dass maximal fünf bis sechs Gäste – wenn überhaupt – am Tag da sind“. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung