Immer mehr Tote

Nach Tornado: Die Notlage in China weitet sich aus

Ausland
08.07.2026 08:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem schweren Erdrutsch im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Longnan in der Provinz Gansu. Insgesamt waren 33 Menschen verschüttet worden. Nur zwölf konnten lebend geborgen werden. Ein Tornado, der über die Provinz Hubei fegte, verschlimmerte die Notlage.

In Hengzhou nahe der Millionenmetropole Nanning brach infolge der Wassermassen der Damm eines Stausees. Die Stadt mit rund 900.000 Einwohnern wurde großflächig überflutet. In der Provinz kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Rund 130.000 Menschen mussten evakuiert werden.

Schlangen aus Zuchtbetrieb entkommen
Sorge ging außerdem um, nachdem durch die Überflutungen Hunderte Schlangen eines Zuchtbetriebs ins Freie gelangt waren. In chinesischen sozialen Medien kursierten vielfach Videos von Schlangen, die durch die braunen Schlamm- und Wassermassen schwammen.

Bilder aus der Provinz Guangxi:

Einige der am Montag entkommenen Schlangen seien giftig, berichtete „Red Star News“ unter Berufung auf das Komitee des Dorfes Dengxu, in dem die Schlangenfarm steht. Bewohner anderer Dörfer hätten sich zusammengeschlossen, um die Tiere wieder einzufangen.

Tornado über Ortschaften
Schwere Schäden meldeten die Behörden auch aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo am Montag laut Xinhua ein Tornado über mehrere Ortschaften gezogen war und etwa in Huanggang ein Bild der Verwüstung hinterließ. Mindestens elf Menschen kamen während der Unwetter ums Leben. 

Taifun im Anmarsch
Darüber hinaus bleibt die Wetterlage im Land angespannt. Da der Regen viele Flüsse anschwellen ließ, herrschte im südlichen und zentralen China akute Hochwassergefahr. Warnungen vor starken Regenfällen galten außerdem in Guangxi sowie einigen Provinzen Ost- und Nordostchinas.

Zudem wappnen sich die Menschen in Teilen Ostasiens für den aufziehenden Supertaifun „Bavi“, der sich derzeit auf dem Westpazifik in Richtung Taiwan und China bewegt. 

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