Brand vernichtet Haus

Eltern retten sich mit Kleinkindern aus Feuerhölle

Tirol
08.07.2026 08:40

Feueralarm in der Nacht auf Mittwoch in Wattens im Tiroler Unterland: Am Vögelsberg wurde ein abgelegenes Einfamilienhaus ein Raub der Flammen. Die Eltern konnten sich mit ihren zwei Kindern (1 und 2 Jahre) in Sicherheit bringen. Weit mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften gegen das Inferno an. Das Gebäude war jedoch nicht mehr zu retten. Schwierig gestaltete sich insbesondere die Versorgung mit Löschwasser.

Kurz vor Mitternacht brach der Brand beim abgelegenen Einfamilienhaus am Vögelsberg aus. „Gegen 23.50 Uhr wachte die 39-jährige Frau auf, weil sie ein Knistern hörte. Sie verständigte sofort ihren Mann. Dieser verließ daraufhin das Schlafzimmer und sah durch die Eingangstür bereits einen orange-roten Schein“, schildert die Polizei auf „Krone“-Nachfrage.

Über Kellerausgang ins Freie geflüchtet
Als der Mann die Tür öffnete, schlugen ihm bereits Flammen entgegen. Der 40-Jährige und dessen Frau nahmen die beiden Kinder – ein Mädchen (1) und ein zweijähriger Bub – und flüchteten über den Kellerausgang ins Freie.

Das Feuer breitete sich in Windeseile aus. Als die ersten alarmierten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand das Haus bereits in Vollbrand.

Schwierige Löschwasserversorgung
Nach und nach wurden andere Feuerwehren aus der Region und sogar die Berufsfeuerwehr Innsbruck zur Unterstützung nachalarmiert. Insbesondere die abgelegene Lage des Hauses und die dort schlechte Wasserversorgung bereiteten den Einsatzkräften Probleme. Lange Zubringerleitungen für Löschwasser mussten gelegt werden. Auch ein Pendelverkehr mit Löschwasser sei eingerichtet worden.

Erhöhte Waldbrandgefahr
Vor Herausforderungen stellte die Einsatzkräfte auch das angrenzende Waldgebiet. Durch das rasche und beherzte Einschreiten der Feuerwehr konnte jedoch eine Ausbreitung des Brandes auf den Wald bzw. ein angrenzendes Gebäude verhindert werden.

Auch Autos wurden durch den Brand zerstört.
Auch Autos wurden durch den Brand zerstört.(Bild: ZOOM Tirol)

Familie vorerst bei Verwandten
Das betroffene Einfamilienhaus konnte jedoch nicht mehr gerettet werden – es brannte komplett ab. Zwei vor dem Haus abgestellte Autos brannten ebenfalls total aus. Ein Feuerwehrmann musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die 39-jährige Bewohnerin sowie die beiden Kleinkinder seien laut Polizei zur Beobachtung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert worden.

In den frühen Morgenstunden konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Die betroffene Familie kam inzwischen bei Verwandten unter. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Wattens, Vögelsberg, Volders, Wattenberg, Großvolderberg, Baumkirchen, die Berufsfeuerwehr Innsbruck, die Rettung sowie die Polizei.

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